Heinz Ehlers zu den Journalisten:

Ab jetzt sind die Spieler stärker in der Verantwortung!

Nach dem ersten Training stellte sich der neue Coach der SCL Tigers den Fragen der Journalisten. FANTIGER zeichnete dieses Meeting auf und gibt es nachfolgend wieder.

News • • von Bruno Wüthrich

Sind Sie müde nach der langen Fahrt?

Nein, ich konnte mich ja zuvor lange erholen.

Zu lange?

Nein, ich habe die Zeit genossen. Eigentlich rechnete ich erst im November/Dezember wieder mit Angeboten.

Rechneten Sie damit, dass Sie ein Telefon aus Langnau erhalten?

Nein, ich habe auch nicht auf irgendetwas spekuliert.

Sie befassten sich also nie mit Langnau?

Nein, mit keinem Klub.

Aber Sie haben das Schweizer Eishockey schon verfolgt?

Ja, ich habe es schon verfolgt. Gesehen habe ich jedoch lediglich ein einziges Spiel. Das war Genf gegen Biel. Da war ich vor Ort.

Sie sind mit dem Auto des HC Lausanne in Langnau vorgefahren. Sind die Angelegenheiten mit Lausanne geregelt?

Das weiss ich nicht. Aber lassen wir Lausanne. Wir sind jetzt in Langnau. Jetzt hat etwas Neues begonnen.

Wann hatten Sie Klarheit, dass Sie hier in Langnau anfangen können?

Nach dem Spiel gegen den EHC Kloten, spät am Abend.

In welchem Zustand haben Sie heute morgen die Mannschaft angetroffen?

Der Sieg in Kloten hat der Mannschaft gut getan. Die Mannschaft wirkte nicht deprimiert. Die Stimmung war nicht wirklich gut, aber ok. Es ist klar: Ab jetzt sind die Spieler stärker in der Verantwortung. Jetzt ist der alte Trainer weg, und ein neuer ist da.

Hat es Sie irritiert, dass die Mannschaft das letzte Spiel noch gewonnen hat?

Nein, das hat mich gefreut.

Haben Sie eine Idee, wie Sie spielen lassen wollen?

Ja, das habe ich. Aber ich denke, wir können nicht alles auf einen Schlag ändern. Ich kann mir vorstellen, dass wir morgen gegen Ambri etwas unorganisiert aussehen werden, weil die einen schon das neue System spielen, und die andern noch das alte. Aber da müssen wir schnell eine Lösung finden. Aber der derzeitige Fokus liegt auf dem Spiel ohne Scheibe und auf der Defensivarbeit.

Haben Sie bereits schlechte Gewohnheiten beobachtet?

Dafür war es noch zu früh. Ich achtete mehr darauf, ob die Spieler das machen, was ich will.

Sind Sie zufrieden mit dem, was Sie gesehen haben?

Ja, die Spieler wollen und sie versuchen. Aber es klappt natürlich nicht jedes Mal. Dafür wäre eigentlich die Vorbereitungszeit im August und September. Die haben wir nicht mehr.

Spielt es eine Rolle, dass Sie sich in der letzten Zeit mit den Klubs in der Schweiz nicht so befasst haben?

Nein ich glaube nicht. Es hat sich ja nicht so viel verändert.

Was wissen Sie über die SCL Tigers?

Es ist eine Herausforderung. Letztes Jahr war es unglaublich unbequem, gegen die SCL Tigers zu spielen. Man wusste nie, welches System sie nun eigentlich spielen, was es für die Gegner sehr schwer machte. Das hat sich in dieser Saison etwas geändert, weil sie anders gespielt haben. Wir müssen versuchen, das zu finden, was sie letztes Jahr so gut gemacht haben. Langnau war ja offensiv sehr stark. Wir sollten versuchen, wieder zu dieser Stärke zurück zu finden.

Sie gelten ja eher als Defensivpapst. Aber jetzt sprechen Sie von der Offensive. Was ist nun wirklich zu erwarten?

Im defensiven Bereich halte ich an meiner Philosophie fest. Das werden wir so machen, wie das in den letzten Jahren Lausanne gemacht hat. Aber im offensiven Bereich werden wir versuchen, an die letzte Saison der Tigers anzuknüpfen.

Was denken Sie ist noch möglich in dieser Saison. Es sind ja doch schon einige Punkte Rückstand auf die Playoffs?

Ja, aber es sind noch 40 Spiele zu absolvieren, in diesen werden noch 120 Punkte vergeben. Wir haben damit einerseits noch genug Zeit, aber es könnte auch schon bald eng werden, wenn wir nicht mehrere Spiele hintereinander gewinnen.


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