Vorschau auf die Spiele gegen Biel und Fribourg

Auch ohne Kevin Clark sechs Punkte als Ziel

Die SCL Tigers können am kommenden Wochenende gegen den EHC Biel und gegen Gottéron die Bilanz der ersten Runde der Qualifikation noch gehörig aufbessern. Nötig sind dazu aber zwei Siege. Diese müssen jedoch wohl ohne Kevin Clark eingefahren werden.

News • • von Bruno Wüthrich

 

Clark

Bild: Peter Eggimann

 

von Bruno Wüthrich - Am kommenden Samstag um ca. 22.00 Uhr werden die SCL Tigers gegen jeden Gegner der NLA einmal gespielt haben. Sie werden zu diesem Zeitpunkt wohl den letzten Platz belegen. Obwohl die Langnauer natürlich in diesen zwei Spielen durchaus noch den einen oder andern Gegner ein- und/oder überholen können. Zum Beispiel Ambri, welches mit 11 zwar 4 Punkte mehr aufweist, aber bereits ein Spiel mehr absolviert hat, und nur am Samstag ein Heimspiel gegen die Kloten Flyers hat. Oder auch Kloten, welches wie Ambri 11 Punkte auf seinem Konto hat, und nebst der Direktbegegnung mit den Leventinern am Tag zuvor Servette empfängt. Oder die Genfer, welche 12 Punkte aufweisen, und nach dem Spiel in Kloten den SC Bern empfangen. Lugano (12) liegt ebenfalls im Bereich des Möglichen, weil die Tessiner zuerst beim SC Bern antreten, und danach die ZSC Lions empfangen. Den HC Lausanne und den EHC Biel (beide 13 Punkte) könnten die Langnauer zwar punktemässig einholen, aber wegen der Tordifferenz ist es fast unmöglich, diese zu überholen. Doch so schön sich dies liest, so sieht es halt doch etwas anders aus. Mindestens einer aus dem Duo Kloten / Ambri wird Punkte gewinnen. Das gleiche gilt für das Duo Kloten / Servette. Und ob die andern aufgeführten allesamt sämtliche Punkte liegen lassen, ist ebenso unsicher, wie dass die Langnauer an diesem Wochenende sechs Punkte gewinnen.

 

Doch ein gewisser Optimismus ist, wenn auch etwas weit her geholt, durchaus angebracht. Denn in einer Hinsicht haben die SCL Tigers bisher nämlich nicht versagt, sondern ihre Aufgabe zu 100 Prozent erfüllt. Der HC Lausanne, Ambri-Piotta, der EHC Biel und Fribourg Gottéron galten vor der Saison mit den SCL Tigers zusammen zu dem meist genannten Favoriten auf die hintersten Plätze. Dieses Quintett fightet also, glaubt man den Vorsaisonprognosen, um den besten der hintersten Plätze. Mindestens einer davon wird die Playoffs erreichen, und mindestens zwei weitere werden sich vorzeitig retten. Mit vorzeitig ist gemeint, ohne eine Playout- oder Ligaqualifikationsserie bestreiten zu müssen.

 

Die Langnauer traten bisher gegen den HC Lausanne und den HC Ambri-Piotta an, und holten aus diesen beiden Begegnungen mit direkten Konkurrenten das Punktemaximum. Sollten die Tiger diese Serie fortsetzen, so sind sie, egal auf welchem Rang, punktemässig wieder bei den Leuten, und sie hätten zumindest die dringendsten Hausaufgaben erledigt, wenn auch nicht mehr. Denn um weiter nach vorne zu kommen, müssten sie auch mal ein anderes Team schlagen. Und dass es auch gegen Ambri, Lausanne, Biel und Gottéron im Verlaufe der Saison Niederlagen absetzen wird. Ist fast so sicher, wie der Sirenenton am Ende eines Spiels. Immerhin haben die Tiger die Spiele vom Wochenende noch längst nicht gewonnen.

 

Beide Gegner, Biel und Gottéron, sind überzeugend in die Saison gestartet. Die Fribourger sind sogar aktueller Leader, und bezogen erst in ihrem letzten Spiel vom vergangenen Samstag in Lugano ihre erste Niederlage nach acht Siegen in Serie. Immerhin wurden sie jetzt erstmals geschlagen, und wer weiss, vielleicht folgt ja im Spitzenspiel piel von morgen Freitag gegen den EV Zug die zweite Niederlage. Dann könnten die Tiger am Samstag höchstpersönlich dafür besorgt sein, dass die Saanestädter mit der dritten Niederlage in Serie wieder etwas näher auf den Boden der – wie wollen wir es ausdrücken? - der Prognosen geholt werden. Zuvor spielen die Langnauer aber in der neu errichteten Tissot-Arena in Biel. Die Seeländer, ähnlich wie Gottéron überragend in die Saison gestartet, bezogen zuletzt vier Niederlagen in Serie. Biel befindet sich also inzwischen ebenfalls im Strichkampf. Es droht sogar der Fall darunter, wenn das Team von Coach Kevin Schläpfer morgen gegen Langnau nicht gewinnt.

 

Ein kleiner Dämpfer aus Langnauer Sicht ist, dass offenbar der Kanadier Kevin Clark verletzt ist, und am kommenden Wochenende nicht wird spielen können. Doch die Medienmitteilung der SCL Tigers ist mit einer etwas seltsamen Wortwahl abgefasst, die in der Interpretation eine Hintertür offen lässt. Mal sehen, ob Clark spielen wird oder nicht. Aktuell gehen wir davon aus, dass nicht.

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