Das 5 gegen 5-Spiel verbessern

Die Analyse zeigt, dass die SCL Tigers in Unterzahl nachwievor top sind. Die Probleme liegen derzeit anderswo.

News • • von Werner Haller

 

In vier von sieben Spielen unter dem neuen Headcoach Alex Reinhard gewannen die SCL Tigers mit einer positiven 5 gegen 5-Bilanz (7:3 Tore) zehn Punkte. Mit einer negativen 5 gegen 5-Bilanz (4:10) blieben sie dagegen in den drei restlichen Begegnungen ohne einen einzigen Punkt.

 

Spitzenmannschaften mit entsprechend vielen technisch starken und kreativen Individualisten gelingt es immer wieder, in ausgeglichenen Spielen mit dem einen oder andern Powerplaytor für den Unterschied zu ihren Gunsten zu sorgen. Mannschaften wie die SCL Tigers mit ihren beschränkten Qualitäten sind jedoch vor allem auf eine positive oder wenigstens ausgeglichene Bilanz bei Vollbestand angewiesen. Fünf gegen fünf ist die am häufigsten vorkommende Situation während eines Spieles. Die SCL Tigers kommen in ihren 35 bisherigen Spielen auf ein Total von 2130 Minuten. Allein 1642 Minuten oder 77 Prozent wurden bei Vollbestand beider Mannschaften absolviert. Diese Werte haben sich in den letzten sieben Spielen nach dem Trainerwechsel nicht geändert. 76,7 Prozent der insgesamt 425 Minuten wurden bei Vollbestand gespielt.

 

Ein Blick auf die untenstehenden Statistiken zeigt mit aller Deutlichkeit, wann die SCL Tigers punkten und wann nicht. Wollen sie nach vier Niederlagen in Serie endlich wieder einmal gewinnen, dann müssen sie sich schleunigst in der 5 gegen 5-Spielsituation verbessern. In Biel verloren sie das Derby (4:5) trotz einer 3:1-Führung nach zwei Dritteln in den letzten 20 Minuten (1:4) mit einer negativen 5 gegen 5-Bilanz von 1:3 und das Heimspiel gegen Ambri (0:4) mit einer negativen 0:3-Bilanz bei Vollbestand. Bei nicht weniger als vier der sechs Gegentreffer in den letzten 80 Minuten gegen Biel und Ambri stand die Linie Pelletier-McLean-Bucher auf dem Eis. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel der Powerlinie Simon Moser-Froidevaux-Genazzi. Sie erzielte in allen sieben Spielen unter der Führung von Alex Reinhard bei fünf gegen fünf bisher drei Tore und kassierte noch keinen einzigen Gegentreffer. Ein sicherer Wert wie immer ist auch Adrian Gerber, der nach sieben Spielen mit den Flügelstürmern Lukas Haas, Thomas Nüssli und Kim Lindemann noch immer eine Plus-1-Bilanz aufweist. Der nach dem Trainerwechsel zum Mittelstürmer umfunktionierte 20-jährige Alban Rexha erfüllte seinen Job mit den Flügelstürmern Lukas Haas, Robin Leblanc und Junior Simon Sterchi mit einer Minus-1-Bilanz im Rahmen seiner Möglichkeiten.

 

Dass sich die Langnauer durchaus mit der nötigen Disziplin, Konsequenz, Konzentration und Aggressivität erfolgreich verteidigen können, beweist ihre Bilanz in Unterzahl. In den sieben Spielen unter Alex Reinhard kassierten sie während 54 Minuten und 28 Sekunden mit einem Mann weniger auf dem Eis bloss drei Gegentore und erzielten erst noch ein Shorthandedgoal. Das ergibt die ausgezeichnete Boxplay-Erfolgsquote von 90,3 Prozent. Bei 5 gegen 5-Situationen verlieren die Emmentaler noch zu oft das Gleichgewicht zwischen Defensive und Offensive.

 

So fielen die Tore in den 4 Spielen mit Punktgewinnen

 

Spiel

Resultat

Punkte

5 - 5

5 - 4

4 - 5

Penalty

 

 

 

 

 

 

 

Ambri (h)

4:0

3

2:0

1:0

1:0

-

SC Bern (a)

2:1

3

2:1

0:0

0:0

-

ZSC Lions (h)

3:0

3

2:0

1:0

0:0

-

Zug (h)

2:3 n.P.

1

1:2

1:0

0:0

0:1

 

 

 

 

 

 

 

Total

11:4

10

7:3

3:0

1:0

0:1

 

So fielen die Tore in den 3 Spielen ohne Punktgewinn

 

Spiel

Resultat

Punkte

5 - 5

5 - 4

4 - 5

Penalty

 

 

 

 

 

 

 

Servette (a)

0:5

0

0:3

0:0

0:2

-

Biel (a)

4:5

0

4:4

0:0

0:1

-

Ambri (h)

0:4

0

0:3

0:0

0:1

-

 

 

 

 

 

 

 

Total

4:14

0

4:10

0:0

0:4

-

 

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