SCL Tigers – HC Genf-Servette 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Die SCL Tigers bezwingen auch Servette!

2:1 und drei glückliche Punkte. Die SCL Tigers bezwingen den HC Genf-Servette dank viel Kampfgeist und Glück. Die Langnauer drücken in der Tabelle von unten her Richtung oben. Sie grüssen jetzt von Rang 11 und befinden sich lediglich vier Punkte von einem Playoff-Rang entfernt.

Spielbericht • • von Bruno Wüthrich

Hier erzielt Claudio Moggi das 1:0 (39.), welches sich die Schiedsrichter zuerst am Video ansahen, bevor sie es gaben. Bild: Bruno Wüthrich.

 

«Zufrieden bin ich nur mit den drei Punkten, und dass wir wenig Strafen genommen haben. Aber sonst bin ich gar nicht zufrieden», sprach Tigers-Coach Heinz Ehlers den verdutzten Journalisten in die Notitzblöcke. «Unser Spiel war eine Katastrophe, unsere Pässe gingen irgendwo hin, Das war gar nichts», legte Ehlers nach.

Klar ist, dass die SCL Tigers nicht das Potential haben, in jedem Spiel eine Galavorstellung hinzulegen wie gegen den SCB. Doch ebenso klar ist, dass die Langnauer dieses Spiel vor Monatsfrist mit höchster Wahrscheinlich noch verloren hätten. So aber brachten die Tiger dieses Spiel dank etwas Glück über die Runden. Doch unverdient war dieser Sieg beileibe nicht. Zwar entschieden die Schiedsrichter beim 1:0 durch Claudio Moggi, er stocherte die Scheibe über die Linie, nach dem Studium des Videos ebenso für die Langnauer wie beim vermeintlichen 1:2 Führungstreffer der Genfer in der 39. Minute wegen hohem Stock, nachdem die Gäste lediglich eine Minute zuvor ausgeglichen hatten. Beim Treffer von Mercier sah Tigers-Hüter Punnenovs rein gar nichts und sah entsprechend unglücklich aus. Zurecht wurde jedoch der lettische Nationaltorhüter mit Schweizer Lizenz zum besten Spieler der SCL Tigers ausgezeichnet.

Insgesamt spielten die Genfer von der 21. bis zur 60. Minute auffälliger, drückten die Langnauer immer wieder ins eigene Drittel. Konsequent checkten sie vor, worauf die Langnauer lediglich in den ersten 20 Minuten eine souveräne Antwort hatten. Doch eben: der Sieg der Emmentaler war trotzdem verdient. Denn aufgrund der Torchancen im ersten Drittel hätten sie das Spiel bereits entscheiden können. Danach, als die Genfer drückten, beklagten die Tiger zwei Mal durch Pascal Berger (47. + 57.) und einmal durch Claudio Moggi (59.) drei Pfostenschüsse.

Raffael Kuonen war in Überzahl in der 50. Minute für den Siegtreffer verantwortlich. Trotz vehementem Anrennen der Genfer kamen die Langnauer danach nicht mehr ernsthaft in Gefahr, dieses Spiel noch zu verlieren.

 

 

SCL Tigers – HC Genf-Servette 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Ilfishalle, 5'344 Zuschauer, SR: Koch/Prugger, Castelli/Gnemmi. Tore: 30. Moggi 1:0. 38. Mercier (Simek) 1:1. 50. Kuonen (Weisskopf) 2:1. Strafen: 1-mal zwei Minuten gegen die SCL tigers, 3-mal zwei Minuten gegen Servette.

SCL Tigers: Punnenovs; Koistinen, Seydoux; Randegger, Stettler; Müller, Weisskopf; Zryd; Lindemann, Berger, R. Gerber; Nüssli, Albrecht, DiDomenico; Moggi, Schremp, Elo; Haas, Chiriaev, Kuonen.

HC Genf-Servette: Bays; Ehrhardt, Loeffel; Fransson, Jacquemet; Petschenig, Mercier; Leonelly, Maillard; Douay, Slater, Wick; Spaling, Rubin, Simek; Riat, Kast, Schwery; Impose, Heinimann, Traber.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Shinnimin, Blaser (beide verletzt), A. Gerber, T. Gerber, Currit (alle überzählig). Genf-Servette ohne Mayer, Vukovic, Antonietti, Almond, Rod, Massimino, Détraz (alle verletzt), Chuard (überzählig), Romy (abwesend). 39. Tor von Servette wegen hohem Stock annuliert. 47. Pfostenschuss P. Berger. 57. Pfostenschuss P. Berger. Servette ab 58.34 ohne Torhüter. 58.43: Timeout SCL Tigers. 59. Pfostenschuss Moggi.

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