Die SCL Tigers wiederholen den grossen Coup

Blog • • von Bruno

John Fusts Motivationskünste wirken erneut

 

Kein Zweifel: Grosse Taten zu wiederholen ist nicht leicht. Das Umfeld der SCL Tigers tut gut daran, die Köpfe nicht hängen zu lassen, wenn es trotz ausgezeichneter Prognosen nicht klappen sollte. Trotzdem: John Fusts Team ist stärker geworden.

SEPARATORWichtige Spieler sind geblieben, echte Verstärkungen haben den Weg ins Emmental gefunden. Der Erfolgscoach ist geblieben. Er hat das Gewinner-Gen eingepflanzt. Und er muss dafür sorgen, dass es da bleibt, wo es ist. FANTIGER wagt auch dieses Jahr wieder eine Prognose, und sieht die Kloten Flyers als Meisterschaftsfavorit. Die SCL Tigers kommen auf Rang 7!

 

 

1. Kloten Flyers (Vorjahr 2. / 112 P / PO-Finalist gegen HCD)

 

Die Kloten Flyers werden wiederum sehr stark sein. Der Playoff-Finalist der letzten Saison hat sich geschickt verstärkt, und will den ganz grossen Coup anstreben. Kein Zweifel, die Flieger sind reif für die Meisterschaft. Gelingt es, die Verstärkung auf dem Papier auf dem Eis umzusetzen, ist Kloten ein heisser Titelkandidat.

 

2. ZSC Lions (Vorjahr 7. / 69 P / Out PO-VF gegen Kloten)

 

Sowohl der Sieg in der Qualifikation als auch die Ausmarchung um den Titel könnte sich in dieser Saison auf den Raum Zürich beschränken. Die ZSC Lions haben vor allem ihre Defensive massiv verstärkt und verfügen über zwei starke Torhüter. Zudem verfügen sie über genügend offensive Feuerkraft, um die Liga zu rocken. Lediglich Derbygegner Kloten Flyers könnte vor dem Glück stehen.

 

3. HC Davos (Vorjahr 1. / 113 P / Schweizermeister)

 

Kaum Veränderungen im Team des Schweizer Meisters. Jaroslav Bednar ist weg. Der HCD startet mit vier Ausländern. Und sonst? Das Team ist zusammen geblieben, aber um ein Jahr älter geworden, was nicht gleich bedeutend ist mit besser. Wie sich die zusätzliche Belastung mit gleich zwei Turnieren auswirkt, wird sich zeigen müssen. Der HCD wird wiederum stark sein. Aber es reicht weder für den Sieg in der Qualifikation noch für die Verteidigung des Titels.

 

4. SC Bern (Vorjahr: 3. / 97 P / Out PO-HF gegen Kloten)

 

Wohlfühloase SCB! Seit langem keine finanziellen Sorgen. Freiwillig auferlegen sich die Berner ein Budget, das sie trotz ständiger Gewinne nicht überschreiten wollen. Sportlich sind die Krisen der letzten Jahre immer gleich durch das Saisonende beendet worden. Mit dem Strich haben die Mutzen indes seit Jahren nichts zu tun. Fazit: Der SCB ist eine langweilige Organisation geworden, bei welcher das Geschäft fast die grössere Rolle spielt als der Sport. Immerhin: Die Hauptstädter haben Christian Dubé und Simon Gamache ausgemustert. Dies bringt Luft für Hierarchieveränderungen im Team.

 

5. HC Lugano (Vorjahr 10. / 55 P / Playout)

 

Kann der neue Coach Luganos Lotterabwehr der letzten Saison stabilisieren? Mit dem Ex-Tiger Benjamin Conz steht zumindest ein überdurchschnittlicher Schlussmann im Tor. Zudem ist zu vermuten, dass es sich die Tessiner nicht zwei Mal in Folge erlauben werden, ihr unbestrittenes Potential in die Playouts spazieren zu führen. Für FANTIGER zeigt die Kurve von Lugano wieder aufwärts.

 

6. EV Zug (Vorjahr 4. / 94 P / Out PO-HF gegen HCD)

 

Erstaunlich: Beim EV Zug hat die neue Eishalle sportlich keinen Höhenflug hervor gebracht. Und bereits eine Saison später könnten die Zuger ein Team sein, das um den Strich herum turnt und froh ist, wenn es die Playoffs erreicht. Nach dem Abgang von Raphael Diaz in die NHL ist die Last nur noch auf wenigen Schultern verteilt. Fallen Josh Holden und/oder Glen Metropolit aus, könnte es schwierig werden.

 

7. SCL Tigers (Vorjahr 6. / 74 P / Out-PO VF gegen SCB)

 

Das Überraschungsteam der letzten Saison hat an Potential zugelegt. Die Mannschaft ist grösser, kräftiger und talentierter geworden. Die erneute Playoff-Qualifikation ist aber kein Selbstläufer. Viele Verträge laufen aus. Unter anderem jene von John Fust und Simon Moser. Gelingt es Ruedi Zesiger nicht, diese Verträge frühzeitig zu erneuern, werden Spekulationen über Wechsel ins Kraut schiessen und Unruhe ins Team bringen. Aber genau so wie John Fust seine Fähigkeiten als Coach hat auch Ruedi Zesiger sein goldenes Händchen als Geschäftsführer unter Beweis gestellt. Deshalb glaubt FANTIGER fest an eine Wiederholung des grossen Coups.

 

8. HC Fribourg Gottéron (Vorjahr 8. / 64 P / Out PO VF gegen HCD)

 

Gottéron ist auf dem Papier einer der klaren Transfersieger. Doch Achtung! Die Zuzüge von Simon Gamache und Christian Dubé bringen die Hierarchie im Team total durcheinander. Bisher waren Sandy Jeannin und Julien Sprunger die unbestrittenen Platzhirsche. Dies wird sich grundlegend ändern. Ob da der als Headcoach unerfahrene Hans Kossmann die Übersicht behält?

 

9. Genève-Servette HC (Vorjahr 5. / 74 P / Out PO-VF gegen EVZ)

 

Chris McSorley braucht Geld und hat deshalb den Langnauer Playoff-Helden Benjamin Conz gegen dessen Willen nach Lugano transferiert. Nachdem Wegzug von Thomas Déruns noch während der letzten Saison haben auch weitere namhafte Spieler die Genfer verlassen. Die Abgänge konnten nur quantitativ ersetzt werden. Die Qualifikation für die Playoffs käme deshalb einer Überraschung gleich.

 

10. EHC Biel (Vorjahr 9. / 56 P / Playout)

 

Schade! Biel schien auf dem Vormarsch in die Playoffs. Wenn nicht in dieser, so doch in der nächsten Saison. Doch mit diesen Transfers macht das Team von Coach Kevin Schläpfer eher zwei Schritte zurück als einen vorwärts. Aber keine Angst: Rapperswil kann klar, und Ambri eventuell in Schach gehalten werden

 

11. HC Ambri-Piotta (Vorjahr 12. / 44 P / Ligaquali)

 

Es macht den Anschein, als hätte sich Ambri auf dem Transfermarkt leicht verbessert. Zudem ist mit Kevin Constantine ein fähiger Coach von Anfang an an der Bande. Die Leventiner profitieren aber auch davon, dass es den Lakers aus Rapperswil gelungen ist, noch schlechter zu werden und Ambri in negativer Hinsicht zu überholen. Ambri wird sich mit Biel um den 10. Rang duellieren.

 

12. Rapperswil-Jona Lakers (Vorjahr 11. / 48 P / Playout-Final)

 

Alle schreiben die Lakers auf den letzten Platz. Und FANTIGER fragt sich, wo denn die Experten in der letzten Saison die Tiger hingeschrieben haben. Aber man kann es drehen und wenden wie man will, es findet sich weit und breit kein Grund, weshalb den Seebuben ein besserer als der 12. Rang prognostiziert werden sollte. Im Verwaltungsrat findet sich kein Peter Jakob, im Management kein Ruedi Zesiger, und auf der Trainerbank kein John Fust. Rappi mit seinem ausgedünnten Kader und mit Loic Burkhalter in der Verteidigung wird die Trotzreaktion nicht gelingen und ist akut abstiegsgefährdet.