Ein neuer Partyraum für Tigers-Fans

BZ-Artikel von Susanne Graf über den geplanten Event- und Partyraum im Hutmacherhaus gleich gegenüber der Ilfishalle.

Presse • • von Berner Zeitung, Susanne Graf

Mit dem Umbau der Ilfishalle in Langnau verschwindet auch das Fanzelt vor dem Stadion. Als Ersatz will die Generalunternehmung Kühni AG im Hutmacher-Haus einen Eventraum einbauen. Auf der Vorderseite wird sich am Hutmacher-Haus nicht viel verändern. Stefan Hutmacher wird im fast hundertjährigen Gebäude an der Langnauer Güterstrasse 18 weiterhin Felle verkaufen. Das geschützte Haus, an dem der Denkmalpflege «der eigenwillige Bau» mit der «vornehmen Front» aufgefallen ist, bleibt erhalten. Aber anders als nach dem Bau 1917 wird es künftig keine Pelzfellzurichterei mehr beherbergen, sondern Fans der SCL Tigers.

Den hinteren – und grösseren – Teil will die Generalunternehmung Kühni AG, der das Haus heute gehört, umbauen und umnutzen. Die Baupläne liegen gegenwärtig in der Bauverwaltung öffentlich auf. Im Erdgeschoss will die neue Besitzerin einen Eventraum einbauen. Das Lokal soll ab nächster Saison das Fanzelt ersetzen, das seit ein paar Jahren vor der Ilfishalle steht und sich in der Zwischenzeit zu einer veritablen Holzbaracke gemausert hat.

Darüber die Tigers-Zentrale

Im geplanten Eventraum sollen künftig keine Würste gebraten, sondern ausschliesslich Getränke ausgeschenkt werden, sagt Ernst Kühni von der Generalunternehmung Kühni AG. Verpflegungsstände würden ausserhalb des Gebäudes aufgestellt. Wie heute im Fanzelt über Grossleinwand sollen die Gäste im Eventraum auch künftig die Möglichkeit haben, das Geschehen auf dem Eis mitzuverfolgen.

Im ersten Stock über dem Eventraum entstehen Büroräume. Hier wird sich künftig die Zentrale der Tigers, die Geschäftsstelle, befinden. Und noch eine Etage höher, im Dachgeschoss, sehen die Baupläne zwei grosszügige 4½-Zimmer-Wohnungen vor. Kühni schliesst nicht aus, dass diese künftig von ausländischen Tigers-Spielern bewohnt werden. Jedenfalls müssen sich die Mieter bewusst sein, dass an Heimspielen der Tigers etwas los sein wird im Haus. An den andern Tagen bleibe der Eventraum zu, sagt Kühni.

Auf der Seite gegen das Getränkedepot Stauffer sehen die Baupläne der Flükiger Architektur GmbH einen Anbau vor. Darin sollen das Treppenhaus und die sanitären Anlagen Platz finden. Damit könne vermieden werden, dass die vorhandene Struktur des Gebäudes durch neue Einbauten «verunklärt» werde, steht im Baugesuch. Die Generalunternehmung Kühni AG investiert im Hutmacher-Haus gemäss Ernst Kühni zwischen 1,5 bis 2 Millionen Franken. Susanne Graf

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