Einer wie Simu Moser ist nicht zu ersetzen

Kommt Truttmann? Thomas Nüssli? Und was geht mit Claudio Neff? Ruedi Zesiger ist derzeit nicht zu beneiden. Der Ausfall von Simon Moser bringt das ganze Team-Setup durcheinander. Gegenüber FANTIGER lässt sich der Geschäftsführer der SCL Tigers in die Karten blicken,

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Das Internet-Portal «20 Minuten online» brachte die Namen Marco Truttmann und Thomas Nüssli ins Spiel. «Klar ist, dass wir noch einen Schweizer Stürmer brauchen, und dass für uns sowohl der Eine wie der Andere eine Option sein kann. Klar ist jedoch auch, dass wir einen Typ wie Simon Moser nicht einfach so durch einen andern Spieler ersetzen können. Der Ausfall von Simu hat Auswirkungen auf das Wesen der Mannschaft», erklärt Zesiger. Der 27-jährige, 173cm grosse und 70 kg schwere Truttmann gab sein NLA-Debut in der Saison 2003/04 beim EV Zug, und spielte in der letzten Saison für den EHC Biel, konnte sich jedoch mit den Seeländern nicht über die Konditionen für eine Verlängerung seines Vertrages einigen. Er wurde zuletzt mit dem HC Ambri in Verbindung gebracht, ist jedoch derzeit noch ohne Vertrag. Zesiger bestätigt., dass er wegen Truttmann nachgefragt habe. Etwas anders sieht es bei Thomas Nüssli aus, mit dem es noch keinen Kontakt gegeben habe. «Thomas steht beim EHC Thurgau unter Vertrag und hat sich bei seinem Weggang aus Biel bewusst entschlossen, künftig NLB-Eishockey zu spielen. «Dieser Entschluss hat sowohl mit dem Aufwand, wie auch mit seiner gesundheitlichen Verfassung zu tun, und uns ist nicht bekannt, dass sich daran etwas geändert hat», erläutert Zesiger den Stand der Dinge. Nüssli ist 30-jährig, 191 cm gross und 95 kg schwer, und erwies sich bei den Playout-Spielen der SCL Tigers gegen Ambri als klare Verstärkung. Er hat jedoch seit Jahren mit Rückenproblemen zu kämpfen, und Zesiger meint dazu: «Klar ist, dass ein gesunder Thomas Nüssli für uns eine Verstärkung sein kann. Eine Verpflichtung hat jedoch nur einen Sinn, wenn wir bezüglich seiner Gesundheit einigermassen sicher sein können.»

 

Auch auf die Auswahl des vierten Ausländers hat Mosers Ausfall Auswirkungen. «Wir können bei der Verpflichtung eines Söldners keinerlei Risiken eingehen,» sagt der Geschäftsführer der Langnauer. Gesucht wird deshalb ein Spieler, der es sich gewohnt ist, auf den europäischen, grösseren Eisfeldern zu spielen. «Ideal wäre ein Spieler, der das Eishockey in der Schweiz bereits kennt.»

 

Und Claudio Neff?

Claudio Neff hatte wegen seiner schweren Erkrankung (pfeiffersches Drüsenfieber) eine schwierige letzte Saison. Nach einem verheissungsvollen Saisonstart war er deswegen drei Monate ausser Gefecht, und auch heute noch sind Nachwirkungen der Krankheit spürbar. Neff befindet sich jedoch mit den SCL Tigers im Sommertraining. Mit einem Vertragsabschluss warten die Emmentaler jedoch noch, bis über die körperliche Verfassung des Davosers mehr Gewissheit herrscht. «Wir können leider als ein im Spitzensport positionierter Klub nicht als soziales Unternehmen auftreten. Aber wir sind ein sehr familiärer Betrieb. Die derzeitige Situation ist deshalb sowohl für Claudio wie auch für uns eine WinWin-Situation», erklärt Zesiger, und lässt auch durchblicken, dass ein gesunder und motivierter Claudio Neff in Langnau einen Vertrag für die kommende Saison erhalten wird.

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