Nach Feststehen der Teilnehmer am Playout-Final

Es könnte in der NLA zu einem Wechsel kommen

Die Spannung ist riesig. Mit den SCL Tigers und dem EHC Olten kämpfen zwei ebenbürtige Teams um den Einzug in die Ligaqualifikation. Denn wer die NLB gewinnt, darf sich grosse Hoffnungen auf den Aufstieg in die NLA machen. Denn sowohl Ambri wie auch die Lakers liegen in Reichweite.

Blog • • von Bruno Wüthrich

 

Ambri

Für die Leventiner könnte es in diesem Frühjahr knüppeldick kommen, wenn sie den Playout-Final gegen die Lakers verlieren (Bild: HC Ambri-Piotta). 

 

Erstaunliche Dinge spielen sich in der NLA ab. Denn es könnte tatsächlich sein, dass kein einziges Team der Top 4 die Halbfinals erreicht. Lugano (3.) und Zug (4.) sind in sechs Spielen ausgeschieden, die ZSC Lions (gegen den erstaunlichen EHC Biel) und der SC Bern (gegen Lausanne) müssen in das entscheidende siebte Spiel. Beide Serien sind völlig offen, Prognosen sind schwierig. Bereits jetzt ist klar, dass die Mannschaften mit den Klassierungen fünf bis acht die besseren Playoffer sind als die Top 4, und sei es nur darum, weil sie in den Viertelfinals mehr Spiele gewonnen haben werden. Brechen wir diese Tendenz auf die Ligaqualifikation um, so wird der HC Ambri-Piotta der Gegner der SCL Tigers oder des EHC Olten in der Ligaqualifikation sein. Ambri erzielte in der letzten beiden Spielen kein einziges Tor, doch auch die Rapperswiler verloren in Kloten zu Null.

 

Der Wolf in Form des Abstiegs könnte also in diesem Jahr kommen für den NLA-Letzten. Denn auch wenn daran nicht viele glauben mögen, so ist doch nicht zu verheimlichen, wie verheerend derzeit die Formkurve von Ambri verläuft. Auch das Zwischenhoch der Lakers ist bereits wieder vorbei. Klar ist nur, dass sich in dieser Ausmarchung von Not gegen Elend einer retten wird. Doch der Andere steht mit dem Rücken zum Abgrund. Diese tolle Chance gilt es für den Gewinner der NLB gnadenlos auszunutzen.

 

Sowohl für die Langnauer als auch für die Oltner kann dies nichts anderes heissen, als dass es in diesem NLB-Final nicht nur um den Titel geht. Es geht um nicht weniger als um die grosse Chance, danach in die höchste Spielklasse aufzusteigen. Für Spannung ist also gesorgt. Und als kleiner Gruss in die NLA senden wir die Erkenntnis, dass diesmal der Playout-Verlierer gegen einen äusserst ambitionierten Aufstiegsaspiranten antreten muss. Ganz anders als im letzten Frühjahr, als der EHC Visp keine wirklichen Ambitionen hatte und lediglich eine gute Serie zeigen wollte. Diesmal wird kräftig an die Tür der NLA gepocht. Ambri oder Rappi müssen sich warm, sehr warm anziehen. 

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