Fast zu gescheit für einen Eishockeyspieler

Lobende Worte über Mark Popovic aus dem Munde des früheren Arbeitgebers Die Fans konnten sich bereits von den Stärken des neuen Kanadiers der SCL Tigers überzeugen. Interessant ist, was Roland Habisreutinger, Sportchef des HC Lugano, über Mark Popovic sagt.

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FANTIGER: Herr Habisreutinger, was hätten Sie geantwortet, wenn man Sie vor einer Woche gefragt hätte, was sie von Mark Popvic halten?

 

Roland Habisreutinger: Mark war fünf Monate bei uns. Während der ersten Monate fander sich mit unserem Eishockey nicht zurecht. Wenn da jemand gekommen wäre und uns angeboten hätte, drei Viertel seines Lohnes zu übernehmen und ihn zu verpflichten, wären wir sofort darauf eingestiegen. Es machte niemand dein Angebot, und schliesslich waren wir sehr froh darum. Denn nach den Spengler Cup spielte Mark grossartiges Eishockey.

 

FANTIGER: Welches sind seine Stärken?

 

Roland Habisreutinger: Er ist sehr ruhig und sorgt für Ordnung vor dem eigenen Tor. Er hat eine gute Übersicht, spielt einen sehr guten ersten Pass und ist sehr stark in den Spezialsituationen. Zudem verfügt er über einen guten Schuss.

 

FANTIGER: Hat er auch Schwächen?

 

Roland Habisreutinger: Ja, aber nur wenige. Manchmal überschätzt er sich bei seinen Vorstössen und bleibt dann irgendwo hängen. In Lugano passierte ihm dies einige Male.

 

FANTIGER: Was ist Mark Popovic menschlich für ein Typ?

 

Roland Habisreutinger. Er ist für einen Eishockeyspieler fast zu gescheit und zu gebildet. Gerade bei Amerikanern und Kanadiern ist es üblich, dass sie so denken und sprechen, wie dies ihr Präsident tut. Dies ist bei Popovic nicht der Fall. Er ist jedoch kein Querulant, sondern ein ruhiger und umgänglicher Typ. Für ihn gibt es jedoch nicht nur Eishockey. Er interessiert sich für fast alles, was in der Welt geschieht und weiss über vieles Bescheid.

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