Berner Zeitung, Philipp Rindlisbacher

Frust wegen Substanzverlust

Weiterer Abgang: Nach Raphael Kuonen und Philipp Rytz dürfte auch Nicholas Steiner die SCL Tigers verlassen. Falls der EHC Biel in der NLA bleibt, wechselt der Verteidiger zu den Seeländern.

Presse •

 

Vor Wochenfrist wurde Jörg Reber als Sportchef der SCL Tigers vorgestellt. Die ersten Arbeitstage verlaufen turbulent. Der 39-Jährige erzählt, er verbringe viel Zeit mit Telefonieren: «Ich bin am Wirbeln.» Reber sucht neue Spieler, der Grund dafür ist simpel: Nach der Niederlage im NLB-Final gegen Visp haben Raphael Kuonen (zu Lugano) und Philipp Rytz (Lausanne) den Verein verlassen. Zudem droht der Abgang

Nicholas Steiners. Der Zürcher, in dieser Saison Langnaus zuverlässigster Schweizer Verteidiger, wird nach Biel wechseln  – vorausgesetzt, die Seeländer verbleiben in der höchsten Liga.

 

Reber bestätigt den wahrscheinlichen Transfer. «Steiner, Rytz und Kuonen waren Leistungsträger, sie hinterlassen eine grosse Lücke.» Weil die Verträge der Profis mit einer Ausstiegsklausel versehen waren, habe er kaum Gegensteuer bieten können. Die Situation sei nicht optimal, «Sorgen habe ich aber keine», hält der Ex-Profi (über 1000 Partien in der Nationalliga) fest. «Immerhin besteht nun die Chance für Veränderungen.»

 

Hecquefeuilles Beschwerden

Jörg Reber sagt, es gelte, die Abgänge mindestens gleichwertig zu ersetzen. Den seit geraumer Zeit bekannten Zuzügen (Goalie Damiano Ciaccio, Verteidiger Yves Müller, Stürmer Thomas Nüssli) dürften demnächst weitere folgen. Zu diversen Akteuren aus der NLA und der NLB bestehen lose Kontakte. Alban Rexha, dessen Kontrakt ebenfalls eine Ausstiegsklausel enthält, wird in Langnau bleiben. Silvan Wyss wird wohl weiterbeschäftigt.

 

Kevin Hecquefeuille wiederum beklagt körperliche Beschwerden. Wegen seiner Schulterverletzung muss der Franzose aller Voraussicht nach auf die WM in Minsk (9. bis 25.Mai) verzichten. Dem Verteidiger droht überdies eine Knieoperation.   Auf Onlineplattformen war derweil zu lesen, dass Bengt-Ake Gustafsson Nationaltrainer Sean Simpson beerben könnte. Dem Vernehmen nach steht der Tigers-Coach beim Verband aber nicht allzu hoch im Kurs. Trotzdem sagt Reber, es sei denkbar, dass die Verantwortlichen von Swiss Ice Hockey sich bei ihm melden würden. Seine Handyrechnungen jedenfalls dürften in den nächsten Monaten hoch ausfallen.

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