Rhytmus noch nicht gefunden

Kommt Langnau endlich in den Playoffs 2014 an?

Die SCL Tigers führen in derViertelfinal-Serie gegen den HC Thurgau mit 2:0. Trotzdem scheint es, als seien die Tiger noch gar nicht so richtig in den Playoffs angekommen. Wollen die Langnauer bereits in diesem Jahr weit kommen, so ist es jetzt höchste Zeit, umzuschalten.

News • • von Bruno Wüthrich

 


Wer denkt, ein Team, das in einer Playoff-Serie mit 2:0 führt, müsse doch in diesen Playoffs zwingend auch angekommen sein, verkennt, dass es in dieser Ausmarchung über maximal sieben Spiele ohne weiteres auch 0:2 heissen könnte. Im ersten Spiel wendete die überragende Einzelleistung von Chris DiDomenico die durchaus mögliche Niederlage ab. Der Kanadier kompensierte mit seinen drei Treffern die Tor-Impotenz seiner Teamkameraden und die flaue Leistung der ganzen Mannschaft im Startdrittel. In der 2. Partie stand den Langnauern viel Glück und auch das Unvermögen der Platzherren Pate. War der vermeintliche Ausgleich in der 55. Minute tatsächlich kein Tor?

 

Tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass die Spieler der SCL Tigers noch nicht vollständig in den diesjährigen Playoffs angekommen sind. Immer noch kranken sie daran, dass sie es nur äusserst selten fertig bringen, über ein ganzes Spiel, also über 60 oder gar 65 Minuten eine hellwache und konzentrierte Leistung abzurufen. In der ersten Partie war dies immerhin während 40 Minuten der Fall, in der zweiten kaum mehr als 12 Minuten. Mehr erwartet werden muss auch von den Teamleadern, allen voran den Gebrüdern Moggi. Beide hatte in der Vergangenheit schon schwere Gehirnerschütterungen zu beklagen. Zu befürchten ist, dass bereits eine leichte neue Gehirnerschütterung das Saison- oder gar das Ende der Karriere bedeuten könnte. Ob dies der Grund ist, dass die beiden Zwillinge so zaghaft in die Zweikämpfe steigen? Und Lukas Haas sollte sich etwas mehr auf den Trash-Talk mit den Gegnern als aufs Reklamieren beim Schiedsrichter konzentrieren. Doch es gibt auch positive Überraschungen. Rückkehrer Anton Gustafsson hat vor allem im zweiten Spiel gezeigt, wie wertvoll er für die Mannschaft sein kann. Und unsere jungen Spieler sind gefräst und haben gefightet, was das Zeug hält. Sie sind alle auf einem guten Weg.

 

Gut möglich, dass sich die SCL Tigers, vor allem wenn sie auch das dritte Spiel gewinnen, mehr oder weniger problemlos zum Sieg in der Serie wursteln werden, ohne dabei den Playoff-Rhytmus zu finden. Doch genau dies könnte ihnen in einem allfälligen Halbfinal zum Verhängnis werden. Deshalb sind nun ab sofort über 60 Minuten engagierte und konzentrierte Leistungen erforderlich. Es gilt den Rhytmus zu finden, der auch den Erfolg in einer Serie gegen einen noch stärkeren Gegner als den HC Thurgau ermöglicht. So viel Glück wie am Sonntag werden die Boys von Bengt-Ake Gustafsson nicht immer haben. Eigentlich schade, dass sie nach der 3:0 - Führung noch Fortuna bemühen mussten.

 

Der HC Thurgau kämpft morgen Dienstag um seine letzte Chance, der Serie noch eine Wende in der von ihm gewünschten Richtung zu geben. Verlieren die Ostschweizer auch ihre dritte Partie, geht es danach nur noch darum, sich nicht sieglos aus den diesjährigen Playoffs zu verabschieden. Es ist demnach zu erwarten, dass Chrigu Webers Jungs Vollgas geben werden. Vor allem die beiden US-Amerikaner Derek Damon und Danny Irmen sind im zweiten Spiel einiges schuldig geblieben. «Chrigu» wird sie sich zur Brust genommen haben. Es ist zu erwatern, dass die beiden Gas geben werden

 

 

 
  

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