Berner Zeitung, Philipp Rindlisbacher

Kurka auf Bewährung

Bis Ende Woche testen die SCL Tigers Stürmer Tomas Kurka. Der Tscheche könnte temporär Juraj Kolnik ersetzen, der noch mehrere Wochen pausieren muss.

Presse •

 

Langnaus Königstransfer Juraj Kolnik ist verletzt, aufgrund seiner Bandscheibenbeschwerden wird er einige Wochen pausieren müssen. Untätig ist der Slowake aber nicht; er hilft mit, Ersatz zu suchen. Gestern trainierte Tomas Kurka erstmals mit den SCL Tigers. Kolnik kennt den Tschechen, er spielte mit ihm einst bei den Lowell Lock Monsters in der AHL. Kurka ist derzeit vereinslos, in Graz konnte er sich zuletzt nicht für einen Vertrag aufdrängen. Nun darf er sich beim Absteiger im Emmental präsentieren. Die Langnauer entscheiden Ende Woche, ob für den 31-Jährigen eine Ausländerlizenz gelöst wird.

 

Tomas Kurka ist ein Weltenbummler. Er hat schon in elf verschiedenen Ligen gespielt, bestritt einst fünf Partien für Gottéron. Die Karriere des Angreifers hatte verheissungsvoll begonnen; von Carolina war er 2000 in der 2.Runde gedraftet worden, er spielte 17-mal in der NHL und kam 6-mal fürs Nationalteam zum Einsatz. In den letzten Jahren jedoch waren seine Skorerwerte bescheiden, so war er gezwungen, diverse Male den Klub zu wechseln.

 

Kurka habe einen guten ersten Eindruck hinterlassen, meinte Athletiktrainer Nick Hess. Wird er verpflichtet, dann nur temporär, von Monat zu Monat. Eigenwerbung betreiben kann er morgen (19.45 Uhr, Ilfishalle) im Testspiel gegen La Chaux-de-Fonds.

 

Schuldenfrei trotz Abstieg

Gegen den Ligakonkurrenten nicht einlaufen kann hingegen Adrian Gerber. Der Stürmer, welcher den Rekord für die meisten NLA-Spiele in Langnauer Diensten hält, liess sich unlängst am Fuss operieren und dürfte rund vier Wochen lang ausfallen.

 

Zu vernehmen war, dass Ausbildungschef Konstantin Kuraschew seinen Vertrag bei den Tigers um drei weitere Jahre verlängert hat. An der gestrigen Generalversammlung gab der Verein überdies bekannt, schuldenfrei zu sein – trotz des sportlichen Seuchenjahres, welches zur Relegation führte. Das Budget wird nicht kommuniziert, es dürfte aber höher sein als jenes von Lausanne; die Waadtländer operierten in der Aufstiegssaison mit sieben Millionen Franken.

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