GCK Lions - SCL Tigers 0:3 (0:0, 0:3, 0:0)

Langnau hat auch ohne DiDo Potential

Die SCL Tigers kamen ohne ihren Topscorer Chris DiDomenico zu einem ungefährdeten 3:0 - Sieg bei den GCK Lions. Dabei bewiesen sich die Emmentaler gleich selbst, dass sie umso gefährlicher sind, je schneller und variantenreicher sie spielen.

Spielbericht • • von Bruno Wüthrich

 

Lukas Haas beim 3-0 - 27-12-14 a

Lukas Hass, der bereits sein Klasse-Tor zum 2:0 aus ähnlicher Position erzielt hatte, bezwingt hier GCK-Hüter Niklas Schlegel zum 3:0. (Bild: Susanne Bärtschi.)

 

Das Fehlen von Topscorer Chris DiDomenico machte sich gut bemerkbar. Denn den SCL Tigers gelang es, ihre Krankheit, die zur ebenso unnötigen wie heilsamen Niedeerlage gegen den HC La Chaux-de-Fonds führte, zwar noch nicht vollends auszukurieren, aber immerhin derart wirkungsvoll zu bekämpfen, dass sie dank dessen sofort wieder auf die Siegesstrasse zurück kehren konnten. Ohne ihren Topscorer spielten die Tiger schneller und direkter von hinten heraus und waren für ihren gegner auch vor dessen Tor schwieriger auszurechnen. Dass der Sieg dennoch nicht höher ausfiel, lag erstens an den GCK Lions, welche fünf ihrer sechs letzten Spiele gewannen und dabei am vergangenen Dienstag auch das wieder erstarkte Olten bezwangen, aber andererseits auch an der lange Zeit ungenügenden Chancenauswertung. Allein der in allen andern Belangen untadelige Sven Lindemann liess drei hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt.

 

Trotz den drei Toren und damit der Spielentscheidung im Mitteldrittel war dieses nicht der beste Spielabschnitt der Emmentaler. Dies war eindeutig das Startdrittel, welchem zur Krönung nur die Tore fehlten. Denn vor allem zu Beginn des Spiels  setzten die SCL Tigers die Vorgaben von Bengt-Ake Gustafsson sehr gut  um. «Wir spielten ein richtig gutes Startdrittel», war der Coach denn auch zufrieden. «Ich wollte, dass wir schnell von hinten heraus spielen und sofort Druck erzeugen. Nach dem 1:0 im Mitteldrittel schlichen sich aber wieder Fehler ein. Doch insgesamt bin ich zufrieden.» In der Tat näherten sich die Langnauer nach dem 1:0 durch Tobias Bucher in der 25. Minute wieder etwas mehr der Spielweise der letzten Spiele an. Doch irgendwie besannen sie sich halt jeweils doch wieder. Souverän und brillant gemacht dann der Treffer von Lukas Haas zum 2:0 in der 30. Minute. Von Miro Zryd glänzend angespielt, drehte sich Haas um die eigene Achse und versenkte den Puck aus nächster Nähe ins hohe Eck. Dem Langnauer Eigengewächs gelang in der 39. Minute aus ähnlicher Position auch noch der Treffer zum 3:0.

 

Bengt-Ake Gustafsson rechnet innert Wochenfrist mit der Rückkehr von Claudio Moggi, dessen Verletzung nicht schwerwiegender Natur ist, sowie von Kévin Hecquefeuille und seinem Sohn Anton Gustafsson. «Dann haben wir noch mehr Varianten, und der Druck für jeden Einzelnen im Team wird höher», äusserte sich der Coach zufrieden.

 

 

GCK Lions - SCL Tigers 0:3 (0:0, 0:3, 0:0)

 

KEK Küsnacht, XXX Zuschauer. SR: Prugger/Sereinig, Gnemmi/Micheli. Tore. 25. Bucher (S. Lindemann) 0:1. 30. Haas (Zryd) 0:2. 39. Haas (Bucher, Ausschluss Müller!) 0:3. Strafen: 4-mal zwei Minuten gegen die GCK Lions, 1-mal zwei Minuten gegen die SCL Tigers.

 

GCK Lions: Schlegel; Schmuckli, Karrer; Blatter, Molina; Peter, Seiler; Faic; Tremblay, Neuenschwander, Nikiforuk; Hoffmann, Neher, Brandi; Bachofner, D. Diem, R. Diem; Hintrerkircher, Nägeli, Allevi.

 

SCL Tigers: Ciaccio; Müller, Stettler; Ronchetti, Zryd; Bonnet, Bärtschi; K. Lindemann, Lakos; S. Lindemann, Bucher, T. Gerber; Haas, A. Gerber, Sterchi; Wyss, Albrecht, Schlapbach; Nüssli, Rexha.

 

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Rüegg, C.Moggi (beide verletzt), Hecquefeuille, Gustafsson, S. Moggi (rekonvaleszent) DiDomenico (Spengler Cup), Currit, Bandiera, Haberstich (Elite A) 

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