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Liebe Natasha

Gerade eben haben wir gegen den SCB verloren. Wäre uns das gleiche in einem schlimmeren Ausmass nicht bereits vor Wochenfrist passiert, würde ich glatt behaupten, dies sei die Strafe, weil der böse Hans dir Stadionverbot erteilt hat. Aber eben, es kann nicht so sein, und Chrigu Weber muss die Gründe für die «ewigen» Pleiten gegen unsern Lieblingsgegner wohl anderswo suchen. Vielleicht bei Claudio Neff, der wohl in letzter Zeit zu wenig Sex hatte, da er ja bei dir nicht zum Zuge gekommen sein soll.

Blog • • von Bruno Wüthrich

 

Zutiefst betrübt habe ich die neuerliche Derby-Niederlage zur Kenntnis genommen. Noch viel betrübter bin ich, liebe Natasha, dass man dir deinen heroischen Kampf für die Akzeptanz von Spielerfrauen derart torpediert. Ich weiss nicht, ob dies aus Böswilligkeit geschieht oder eher aus Dummheit. Oder ist alles bloss ein Missverständnis? Ich glaube, wir werden dies nie herausfinden. Die leidenschaftliche SMS- und sonst wohl keusche Affäre zwischen dir und Claudio ehrt euch beide sehr. Nicht wie sonst heute üblich gleich miteinander ins Bett zu wollen, ist aller Ehren wert. Aber genau an diesem löblichen Punkt wollen dich nun ein paar unverbesserliche Lüstlinge «aufhängen». Sie wollen dir schlicht nicht glauben, dass du ohne Sex die Spielerfrau von Claudio Neff gewesen sein kannst. Und wenn du nicht die Spielerfrau gewesen seist, so folgern die Wüstlinge weiter, so könnest du mit dieser Beziehung auch keinen Kampf für die Spielerfrauen führen. Aber du und Claudio (und als Quasi-Insider natürlich auch ich) wissen dies besser.

 

Uebrigens: Da hat doch so ein Besserwisser vermutet, du seist mit dem verantwortlichen Blick-Redaktor im Bett gewesen. Anders sei es, so phantasiert dieser Lustmolch (ich meine den Besserwisser, nicht den Blick-Redaktor) nicht möglich, dass du wegen dieser Geschichte gleich auf der Titelseite dieser Zeitung landest. Da sei üblicherweise etwas mehr erforderlich. Und vor allem hätte dieser Redaktor, wenn er nicht geblendet gewesen wäre von deiner Schönheit und deiner Lust, weniger einseitig recherchiert. Ich glaube diese Version hingegen nicht. Vielmehr gehe ich davon aus, dass du den Verantwortlichen für die Titelseite mit deinen Argumenten überzeugt hast, und vielleicht auch noch etwas mit dem unwiderstehlichen Charme, den du verströmst.

 

Was ich noch sagen wollte: Liebe Natasha, nimm dem Claudio sein böses SMS nicht allzu übel. Auch der ehrenwerteste und standhafteste Mann wird nervös, wenn er länger nicht «zum Schuss» kommt. Fast schon so nervös wie eine Frau, die länger nicht «beschossen» wird. Ein ganz Lustiger hat ja mal behauptet, die Frauen seien viel schwanzgesteuerter als die Männer. Ja mehr noch: Wir Männer würden euch Frauen mit den Schwänzen steuern. Fast könnte man es glauben, wenn man teilweise die jungen Groupies beachtet. Gut, dass du schon etwas älter bist. So bist du einem solchen Verdacht gar nicht erst ausgesetzt.

 

Also, liebe Natasha, kämpf weiter. Und mag der Hans noch so süffisant lächeln, so zerr ihn und seine SCL Tigers grad «z’grächtem» vor Gericht. Lass dir nichts gefallen! Eine so ehrenwerte, keusche und kämpferische Frau hat bei jedem Richter gute Chancen. Lass deine Argumente spielen. Diese überzeugen jeden Richter. Aehnlich, wie sie den Redaktor des Blick überzeugt haben.

 

Ich hoffe sehr, dich bald wieder im «Stadion zur Ilfis» in Langnau am fanen zu sehen und wünsche dir sowohl für deinen bevorstehenden Kampf, wie auch für die weitere Beziehung mit Claudio alles Gute. Häbets schön zäme!

 

Liebe Grüsse

 

Bruno

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