BZ-Interview mit Tigers-Präsdient wirft Fragen auf

Lieber Peter Jakob, zwei Fragen, die Sie uns am «Hautnah-Event» beantworten sollten

Das Interview, das Tigers-Präsident Peter Jakob der Berner Zeitung gewährte, wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Doch zum Glück gibt es den «Hautnah-Event». FANTIGER-online schickt schon mal zwei wichtige Fragen voraus.

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saisonabschlussMorgen Samstag, 12. April findet anlässlich des «Saison Abschluss Events» der SCL Tigers auch der letzte «Hautnah-Event» (Beginn 15.00 Uhr im Kühni Treff) statt. Wir stellen Peter Jakob, im Hinblick auf das der Berner Zeitung gewährte Interview, folgende zwei Fragen:

 

Erste Frage: Steht Geschäftsführer Wolfgang Schickli vor dem Aus?

Erläuterung: «Ich äussere mich nicht zu Gerüchten», antwortete Jakob auf die Frage des Interviewers Philipp Rindlisbacher, ob es zwischen ihm und Manager Wolfgang Schickli Differenzen gebe. Deutlicher könnte der Tigers-Präsident die Frage nicht mit «Ja» beantworten. Es mag ihn ja möglicherweise ehren, dass er sich zu Gerüchten nicht äussern will. Doch in diesem Fall gibt es nur zwei Möglichkeiten der Interpretation: a) Peter Jakob ist bezüglich Kommunikation naiver, als es die Situation erlaubt, oder aber b) Wolfgang Schickli ist in Langnau mächtig unter Druck. Anders ist die Aussage Jakobs mit bestem Willen nicht zu interpretieren.

 

Besonders heikel: Schickli wurde im Vorfeld seiner Anstellung in Langnau aus der Ostschweiz (wer erinnert sich nicht an den lieben Herr Marcel Wick?) angeschwärzt, was den «Blick» nötigte, mit einer Kampagne gegen den neuen Tigers-Manager auf den Zug aufzuspringen. Der Blick und die Ostschweiz (Wick) werden solche Interviews mit Genuss lesen, und ihre Messer bereits wieder wetzen. Drum gilt auch für Peter Jakob: Wer Gerüchten die Nahrung entziehen will, gibt klare Antworten. Am «Haunah-Event» besteht die Gelegenheit dazu.

 

Zweite Frage: Wie, bitte schön, gedenken Sie, die Ausgaben zu senken?

Erläuterung: Die Mannschaft sei zu teuer. Die Kosten müssten gesenkt werden. Beides Aussagen aus dem Interview der Berner Zeitung mit Peter Jakob. Doch wie sind diese zu verstehen? Muss die Mannschaft billiger werden? Wird nicht weiter investiert? Werden Lohnkürzungen vorgenommen. Soll mit weniger Geld versucht werden, eine bessere Mannschaft zusammen zu stellen? Wenn das funktionieren soll, braucht es sehr viel Glück. Der hohe Zuschauerschnitt der letzten Saison war vor allem der hohen Erwartungshaltung der Zuschauer zu verdanken. Wird diese kleiner, sind schnell mal tausend Saisonabis weniger verkauft.

 

Die SCL Tigers wurden nach der ersten und einzigen NLA Playoff-Saison 2010/11 richtiggehend zu Tode (bzw. in den Abstieg) gespart. Stehen den Fans der SCL Tigers weitere derartige Horrorszenarien bevor? Ihre Aussagen, lieber Peter Jakob, lassen derartiges befürchten. Ein Verkaufsargument für Saisonkarten sieht definitiv anders aus. Bitte klären Sie uns auf!

 

Anmerkung: Finalsiege sind keine Pflichtsiege!

Die Frage des Interviewers war an sich schon inkorrekt oder zumindest suggestiv. Wer nicht höllisch aufpasst, tappt in die Falle. Deshalb soll diese Anmerkung kein Vorwurf sein! Aber es kann nicht sein, dass in einer Finalserie der Sieg als «Pflicht» vorausgesetzt wird. Sowohl Visp als auch die SCL Tigers waren - je nach Betrachtungsweise - gleichermassen Favorit. Die Langnauer wegen ihres etwas höheren Gesamtpotentials, und weil sie die Qualifikation um drei Ränge vor ihrem Gegner abschlossen, und die Visper, weil sie auf dem Weg in den Final die stärkeren Gegner (5. und 3. der Qualifikation / SCL Tigers 8. und 7.) ausschlatete. Wer bei einer solchen Ausgangslage von «Pflichtsiegen» spricht, unterschätzt den Gegner, und zollt diesem zu wenig Respekt. Betrachtet man den Verlauf des siebten Spieles dieser Finalserie, hätten die SCL Tigers eigentlich deutlich gewinnen sollen. Aber ein aufopfernd kämpfendes Visp, eigenes Unvermögen im Abschluss, Matthias Schoder in Prachtsform im Tor des Gegners, und Visps Riesendusel verhinderten diesen Erfolg. Dies allein zeigt, dass solche Spiele immer ihre eigenen Geschichten kennen, und ein Sieg niemals als «Pflicht» vorausgesetzt werden kann.

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