Schade, sind wir nicht dabei

Ligaqualifikation - Schaut nicht hin, ihr werdet euch ärgern!

Im 3. Spiel der Ligaquali landete der EHC Biel gegen Herausforderer Visp einen leichten Sieg. Den hätten die SCL Tigers ohne mit der Wimper zu zucken ebenfalls gelandet. Biel führt in der Serie nun 2:1.

News • • von Bruno Wüthrich

 

Kim Collins

Kim Collins, Coach EHC Visp: Sein Team hatte heute nichts zu melden.

 

Kim Collins, Coach des EHC Visp, sagte nach dem Spiel: «Das war mit Abstand unser schlechtestes Spiel seit Monaten. Wir müssen es sofort abhaken und am Donnerstag im Heimspiel wieder anders auftreten.» In der Tat: Das Spiel war miserabel, langweilig und emotionsloser als ein abgestorbener Baumstunpf. Die auffälligste Szene aus Walliser Sicht lieferte der sonst unauffällige Alexey Kovalev mit einem kernigen Check im Mitteldrittel. Aber sonst: Kein Körperkontakt, kein Aufbäumen des Teams, ohne Gegenwehr in die Niederlage. Dabei war der Start doch geradezu ideal. Bereits in der 2. Minute brachte Sandro Wiedmer die Gäste nach einem Konter in Führung. Doch danach war vorerst einmal Feuerpause. Das Schussverhältnis nach dem ersten Drittel lautete 16:3 für Biel. Es war definitiv nicht das gleiche Visp, welches die SCL Tigers im Playoff-Final aus dem Aufstiegsrennen warf. An diesem Abend waren die Oberwalliser meilenweit vom NLA-Niveau und vom Aufstieg entfernt.

 

Dabei lag die Schwäche von Visp nicht an der Stärke von Biel. Auch die Seeländer wären heute absolut in Reichweite der Langnauer gewesen. Biel gelang es im ersten Drittel, das Tempo hoch zu halten. Der 3:1 Vorsprung nach den ersten 20 Minuten reichte bereits aus. Das Spiel war entschieden und der Rest nur noch Zugabe. Denn auch Visps Hüter Matthias Schoder hatte schon bessere Abende. Wäre er in der Serie gegen die SCL Tigers in dieser höchst durchschnittlichen Form gewesen, wäre diese nach vier Spielen zugunsten der Emmentaler entschieden gewesen. EHCB-Coach Kevin Schläpfer dazu: «Wir müssen uns am Donnerstag steigern. Wir hatten visp zwar gut im griff. Trotzdem haben wir zu viel zugelassen.» Schläpfer erlebte einen entspannten Abend. Er, der vor dem Spiel nicht wusste, ob er nach einer allfälligen Niederlage seinen Job verlieren würde, wird mindestens bis Samstag im Amt bleiben.

 

Wir dürfen uns also in Langnau ruhig ein bisschen ärgern über die Niederlage im Final der NLB-Playoffs. Denn die Chance zum Aufstieg wöre auch für die Langnauer real gewesen. Und auch für Visp ist der Traum noch nicht vorbei. Denn Collins Jungs hatten ja auch in der Serie gegen den SC Langenthal Aussetzer, gewannen diese aber trotzdem. Biel steht indes zwei Spiele vor dem Ligaerhalt.

 

 

Biel - Visp 5:1 (3:1, 2:0, 0:0)

 

Eisstadion Biel, 4'781 Zuschauer. - SR Eichmann/Kurmann, Arm/Küng. - Tore: 2. Sando Wiedmer (Samuel Keller) 0:1. 8. Umicevic (Oliver Kamber) 1:1. 14. Kellenberger (Martin Ulmer, Rouiller, Ausschluss Brunold) 2:1. 18. Umicevic (Herburger, Oliver Kamber) 3:1. 28. Martin Ulmer (Rouiller, Kellenberger, Ausschluss Andy Furrer) 4:1. 36. Herburger (Umicevic) 5:1. - Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Biel, 6-mal 2 Minuten gegen Visp.

 

EHC Biel: Meili; Rouiller, Untersander; Joggi, Fey; Cadonau, Dario Trutmann; Christian Moser; Marc Wieser, Peter, Spylo; Umicevic, Oliver Kamber, Herburger; Martin Ulmer, Kellenberger, Füglister; Neininger, Gaëtan Haas, Wetzel; Mosimann.

 

EHC Visp: Schoder; Heldstab, Leu; Heynen, Schüpbach; Wollgast, Sandro Wiedmer; Guyenet; Sigrist, Desmarais, Andy Furrer; Dolana, Brunold, Kowalew; Botta, Samuel Keller, Xavier Reber; Zeiter, Alihodzic, Dayer; Leonelli.

 

Bemerkungen: Biel ohne Hänni, Gloor, Tschantré, Gossweiler, Ehrensperger, Brent Kelly (alle verletzt), Burkhalter, Mark Bell, Beaudoin, Bourque und MacMurchy (alle überzählig), Visp ohne Annen, Altorfer und Triulzi (alle verletzt).

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