ZSC Lions - SCL Tigers 1:1 (0:1, 0:0, 2:0)

Mit leeren Händen aus Zürich, aber - Langnau nahe an der Überraschung

Es lange Zeit sehr gut aus. Doch am Schluss hielten die SCL Tigers dem Druck der Zürcher nicht mehr ganz stand und kassierten eine knappe 1:2 - Niederlage.

Spielbericht • • von Bruno Wüthrich

Nach der starken Leistung von Damiano Ciaccio gestern war heute Ivars Punnenovs dran. Bild: Susanne Bärtschi (Archiv)

 

Die Geschichte dieses Spiels ist schnell erzählt. Die ZSC Lions rannten 48 Minuten lang an, waren zwar optisch klar spielbestimmend und erarbeiteten sich eine Menge mehr oder weniger gute Torchancen (wobei bei den guten Torchancen der Ausdruck «Menge» eigentlich in die falsche Richtung weist), schossen auch deutlich mehr als die Langnauer, aber...

 

...die SCL Tigers hatten die Partie erstaunlich gut im Griff, und gestanden den Zürchern nur wenige wirklich zwingende Aktionen zu. Die Tür zum Tor war immer irgendwie verschlossen, manchmal halt erst durch Ivars Punnenovs, der seiner Mannschaft einmal mehr eine Möglichkeit zum Sieg offen hielt.

 

Die Partie begann optimal für die Langnauer, bei denen Maxime Macenauer anstelle von Topscorer Rob Schremp zu seinem ersten Einsatz kam. Der Kanadier wechselte ja erst zum Jahreswechsel von Bern nach Langnau und feierte einen erfolgreichen, persönlichen Einstand. In der 5. Minute, der Zürcher Mathias Seger ruhte sich gerade auf der Strafbank aus, traf der Langnauer Neuzuzug aus dem Slot zum frühen Führungstreffer. Diese Führung hielt dann bis zur 49. Minute. Da verloren die Emmentaler ihre zuvor kosequente Linie. Die Scheibe wurde plötzlich nicht mehr, wie zuvor immer, wenn es notwenidg war, konsequent aus dem eigenen Drittel, sondern blieben unnötig an den Stöchen oder Beinen der Zürcher hängen, was zu unnötigen, aber genutzten Schussmöglichkeiten der Gastgeber führte. Einen davon, abgegeben von Samuel Guerra, lenkte Christian Marti glücklich zum sicherlich verdienten Ausgleich für die Zürcher ins Langnauer Tor ab.

 

Endgültig die Butter vom Brot liessen sich die Tiger in der 58. Minute nehmen, als Fabrice Herzog sich mutterseelenallein die Ecke aussuchen konnte. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison gaben die Tiger in der 58. Minute oder später noch Punkte an die Zürcher ab. Das schmerzt.

 

Tigers Coach Heiz Ehlers fand trotzdem lobende Worte für seine Spieler. «Wir müssen zugeben, dass mit Zürich das bessere Team gewonnen hat. Wir hatten zuweilen auch Glück (da hat err recht, zwei Lattenschüsse in der 36. und 53. Minute beweisen dies / die Red.). Leider waren wir zuletzt zu wenig konsequent.»

 

Schade, dass Nils Berger in der 38. und Alexei Dostoinov in der 47. Minute ihre augezeichneten Möglichkeiten nicht nutzten. Nils Berger konnte sogar mutterseelenallein auf ZSC-Goalie Niklas Schlegel los ziehen.

 

ZSC Lions - SCL Tigers 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)

 

Hallenstadion Zürich, 9'880 Zuschauer. SR: Konc/Kurmann, Gnemmi/Kovacs. Tore: 5. Macenauer (P. Berger, Ausschluss Seger) 0:1. 49. Marti (Guerra) 1:1. 58. Herzog 2:1. Strafen: je 3-mal zwei Minuten.

 

ZSC Lions: Schlegel; Guerra, Blindenbacher; Geering, Rundblad; Marti, Seger; P. Baltisberger; Thoresen, Sjögren, Suter; Nilsson, Shannon, Wick; Herzog, Schäppi, Kenins; Künzle, Trachsler, C. Baltisberger.

 

SCL Tigers: Punnenovs; Koistinen, Zryd; Stettler, Randegger; Müller, A. Gerber; Currit; Lindemann, P. Berger, Elo; N. Berger, Albrecht, DiDomenico; Nüssli, Macenauer, Kuonen; Dostoinov, Chiriaev, R. Gerber; Moggi.

 

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Hächler, Cunti, Karrer, Bärtschi, Pestoni, Siegenthaler. SCL Tigers ohne Haas, Blaser, Weisskopf (alle verletzt), Seydoux (krank), Schremp (überzählig). 36. Lattenschuss Geering. 53. Lattenschuss Nilsson.

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