NLB Playoffs 2015, Final, 4. Spiel: EHC Olten - SCL Tigers 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Nach hartem Kampf: Olten schafft den Ausgleich

Die SCL Tigers verlieren das vierte Spiel der Finalserie der NLB-Playoffs in Olten äusserst knapp mit 1:2. Dabei scheiterten die Langnauer vor allem an der Verwertung ihrer Möglichkeiten. In der Serie steht es nun 2:2.

Spielbericht • • von Bruno Wüthrich

 

Viertes Spiel

Der EHC Olten setzte die SCL Tigers zu Beginn des spiels unter Druck. (Bild: Susanne Bärtschi)

 

Kein Zweifel: Diese Serie hält, was man sich davon versprechen konnte. Es duellieren sich die mit Abstand besten Teams der NLB. Wobei es auch diesmal wieder den Anschein machte, als führten die Langnauer die etwas feinere Klinge und hätten auch physisch Vorteile. Doch zumindest in diesem Spiel wussten sie dies nicht zu nutzen. Der EHC Olten versuchte, das Spiel gleich von Beginn weg in die Hände zu bekommen und war in den ersten Minuten die dominierende Mannschaft. Je länger das Spiel jedoch dauerte, desto mehr nahm diese ohnehin nicht frappante Dominanz ab und die Langnauer kamen besser ins Spiel. Bis zum Ende des ersten Drittels hatten die SCL Tigers eher die besseren Tormöglichkeiten. So tauchte Sven Lindemann in der 13. Minute alleine vor Michael Tobler auf, scheiterte jedoch. Und in der 17. Minute verpasste Chris DiDomenico nach einer feinen Einzelleistung die linke obere Ecke des Oltner Tores nur ganz knapp.

 

Ab dem zweiten Spielabschnitt schienen die Emmentaler das Spiel immer mehr unter Kontrolle zu bekommen. Sie dominierten nun das Spiel und erarbeiteten sich die besseren Chancen. Erneut Sven Lindemann verfehlte in der 22. Minute von Lukas Haas optimal angespielt das leere Tor. In der 30. Minute scheiterte Bruder Kim von der Strafbank kommend alleine vor Olten-Hüter Michael Tobler. In der 32. Minute vermochte Sandro Moggi den Puck nicht über den am Boden liegenden Tobler zu lupfen. «Ja, wir scheiterten heute vorwiegend an unserer Chancenauswertung», resumierte Sven Lindemann. «Vor allem ich sündigte ein paar mal schwer. Dieses Spiel hätte eigentlich bereits wegen meiner Möglichkeiten entschieden sein müssen.» Doch es kam anders. In der 37. Minute schnitzerte der sonst starke und leidenschaftlich kämpfende Lukas Haas im eigenen Drittel, dadurch kam Philipp Wüst an den Puck, bediente Diego Schwarzenbach, der Damiano Ciaccio keine Chance liess. Doch die Tiger liessen sich dadurch nicht beirren, powerten weiter nach vorne, und wenn halt die ersten beiden Linien nicht reussieren, springen halt andere in die Bresche. In der 37. Minute bediente Kim Lindemann Yannick Lennart Albrecht, der für sein Team den verdienten Ausgleich realisierte. Mit diesem Resultat ging es in die zweite Pause. Dass die Tiger zu diesem Zeitpunkt hätten führen müssen, zeigt auch das Schussverhältnis von 25:14. Allein im Mitteldrittel schossen die Langnauer 18 mal aufs Oltner Tor. Die Powermäuse beschäftigten Ciaccio lediglich 8 Mal.

 

Auch im letzten Drittel liess die Intensität nicht nach. Die Powermäuse, denen gegen Schluss der Spiele jeweils die Energie auszugehen scheint, wenn sie in Rückstand liegen, hatten eben diesmal Geleichstand. Mehr noch: In der 44. Minute spielte Justin Feser einen marginalen Pass auf Shayn Wiebe, der die Scheibe nur noch ins Langnauer Tor lenken musste. Doch auch danach hatten die Langenauer noch genügen Möglichkeiten, der Partie eine Wende zu geben. Doch «wir hätten heute wohl noch lange spielen können, ohne weitere Tore zu erzielen», ärgerte sich Sven Lindemann. Am kommenden Freitagt (Spielbeginn 19.45 Uhr geht die Serie in Langnau weiter.

 

 

EHC Olten - SCL Tigers 2:1 (0:0, 1:1 1:0)

 

Klerinholz Olten, 6'270 Zuschauer (ausverkauft). SR: Fischer/Dipietro, Huggenberger/Progin. Tore: 33. Schwarzenbach (Wüst) 1:0. 37. Albrecht (K. Lindemann) 1:1. 44. Wiebe (Feser, Meister) 2:1. Strafen: Je 7-mal zwei Minuten

 

EHC Olten: Tobler; Schnyder, Meister; Ganz, Parati; Bagnoud, El Assaoui; Aeschlimann, Grossniklaus; Wüst, Feser, Truttmann; Schwarzenbach, Schneuwly, Hirt; Wiebe, Burki, Ulmer; Weber, Studer, Scherwey.

 

SCL Tigers: Ciaccio; Müller, Stettler; K. Lindemann, Hecquefeuille; Ronchetti, Bonnet; Bärtschi; Bucher, Gustafsson, DiDomenico; S. Lindemann, C. Moggi, Haas; S. Moggi, A. Gerber, Rexha; Wyss, Albrecht, T. Gerber; Sterchi.

 

Bemerkungen: Olten ohne Wüthrich, Pargäzzi, Schild (alle verletzt), Marolf, Brunner, Lüthi (alle überzählig). SCL Tigers ohne Nüssli (krank), Crocce, Lakos, Tremblay, Rüegg, Zryd, Schlapbach (alle überzählig). 59.31: Timeout SCL Tigers.

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