Trotz Cédric Schneuwlys erstem Tor für Olten:

Nicht überall läuft es gemäss den Erwartungen

Die 3:0 Führung der SCL Tigers in der Playoff-Serie gegen den HC Thurgau kommt nicht unerwartet. Doch es könnte auch anders sein. Zum Teil völlig unerwartete Entwicklungen haben bisher die andern drei Serien genommen.

News • • von Bruno Wüthrich

 

Olten (1.) gegen La Chaux-de-Fonds (8.), Langenthal (3.) gegen Basel (6.) und Red Ice Martigny (4.) gegen den Visp (5.) lauten die andern drei Serien der Playoff Vertelfinals 2014 in der NLB nebst der Serie der SCL Tigers gegen den HC Thurgau, welche wir auf FANTIGER-online auf Schritt und Tritt verfolgen. Gibt es schlussendlich doch die erwarteten Sieger und nehmen diese Playoffs den erwarteten Verlauf, so kommte es zu den Halbfinalpaarungen Olten gegen Red-Ice und SCL Tigers gegen den SC Langenthal. Doch in keiner der andern Serien läuft es dermassen nach Plan wie bei den Tigers, obwohl wir gerne zugeben, dass zumindest im zweiten Spiel auch ein anderer Ausgang möglich gewesen wäre. Dies kümmert uns jetzt jedoch nicht mehr.

 

Schneuwly 158-1Qualisieger Olten in Rücklage

Wer hätte das gedacht? Nach drei Spielen und einem 7:1 Sieg im Auftaktspiel zur Serie liegt der EHC Olten gegen den HC La Chaux-de-Fonds mit 1:2 im Rückstand. Das Team von Ex Tigers-Coach Alex Reinhard schaffte damit das Break in der Serie und hat es nun in der Hand, diese Ausmarchung mit zwei Heimsiegen ins Trockene zu bringen. In Olten, wo der Ex Tiger Cédric Schneuwly beim 1:1 - Ausgleich seinen ersten treffer für die Powermäuse realisierte, beklagt man vor allem die fehlende Effizienz Das Team von Coach Scott Beattie steht vor einer heiklen Aufgabe. Wie war das doch noch? Nicht wenige Fans der SCL Tigers hatten Bedenken vor einer Serie gegen das Team aus dem Neuenburger Jura, welche fast bis zum Schluss der Qualifikation möglich schien. Sie hatten nichts dagegen, dass der Gegner Thurgau heisst. Scheitert der EHC Olten an den Chaux-de-Foniers, so dürfen die Tiger in den Halbfinals doch noch gegen diese ran.

 

In Langenthal trotz Niederlage (noch?) alles in Butter

Am 1. März 2008 glich der EHC Basel die Playout-Halbfinalserie gegen den HC Lugano dank eines 5:3 Erfolges zum 1:1 aus. Es war dies der letzte Sieg ein einer Playoff- oder Playout-Serie, egal ob in der NLA oder in der NLB, bis --- gestern. Da nämlich schlugen die Basler den SC Langenthal in dessen Eishalle mit 4:2, verkürzten damit auf 1:2 Siege und glichen vor allem das Break der Langenthaler wieder aus. Gespannt darf man sein, was dieser Sieg nach einer derart langen Durststrecke in den Baslern auslöst. Gelingt ihnen am freitag der Heimsieg und damit der Ausgleich in der Serie, ist alles möglich. Langenthal tut deshalb gut daran, den Baslern so schnell wie möglich gleich wieder den Wind aus den Segeln zu nehmen.

 

Unerwartetes auch im Walliser-Derby

Wer wüsste besser als wir Tigers-Fans, welch unangenehmer Gegner der EHC Visp sein kann. Schliesslich verloren die SCL Tigers alle drei Heimspiele gegen die Oberwalliser. Normalerweise erwartet man in einer Ausmarchung zwischen einem Vierten und einem Fünften eine einigermassen ausgeglichene Serie. Doch wer genauer hinschaute, dem fiel auf, dass dies auch eine einseitige Angelegenheit werden könnte. Denn Red Ice Martigny gewann sämtliche fünf Qualifikationsspiele gegen Visp. Nicht unerwartet steht es nun in der Serie auch 3:0. Aber - nun kommts - nicht für die Unter- sondern die Oberwalliser. Gibt es einen besseren Beweis für die Aussage, das Playoffs ihre eigenen Gesetze haben? Der Visp-Russe Alexej Kovalev führt übrigens mit 7 Punkten (4 Tore, 3 Assists) auch die Skorerliste dieser Playoffs an, dicht gefolgt von Chris DiDomenico (SCL Tigers) und Stefan Tscahnnen (SC Langenthal), die je mit 4 Toren und 2 Assists zu Buche stehen.

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