SCL Tigers - GCK Lions 6:2 (3:1, 2:1, 1:0)

Problemloser Sieg gegen die jungen Löwen

Die SCL Tigers machten nach der Natipuse genau so weiter, wo sie davor aufgehört hatten. Wie gegen den SC Langenthal realisierten sie auch gegen die GCK Lions einen 6:2 - Sieg. Bereits nach dem ersten Drittel war offensichtlich, wer das Eisfeld am Schluss als Sieger verlassen würde.

Spielbericht • • von Bruno Wüthrich

 

Patrick Bandiera

Der 19-jährige Patrick Bandiera schoss mit dem Treffer zum 2:0 sein erstes Tor für die 1. Mannschaft der SCL Tigers. Bild: Peter Eggimann.

 

Für den 19-jährigen Patrick Bandiera war es ein besonderer Tag. Am Montag erfuhr er von Coach Bengt-Ake Gustafsson, dass er im heutigen Spiel gegen die GCK Lions zu seinem ersten Einsatz in einem Meisterschaftsspiel der SCL Tigers kommen würde. Er spielte davor lediglich im Cupspiel gegen den EHC Wiki-Münsingen einmal im Dress der 1. Mannschaft. «Ich habe trotz dieser Ankündigung des Coachs gut geschlafen, doch vor dem Spiel war ich dann schon nervös», erinnerte sich Bandiera, der bei den SCL Young Tigers nicht nur zum Eishockeyspieler ausgebildet wurde, sondern auch das KV absolvierte und abschloss. Er spielte in der dritten Linie neben Adrian Gerber und Simon Sterchi. «Adrian hat mir gesagt, ich solle nur ruhig bleiben. Das komme schon gut. Und dann schoss ich bereits bei meinem dritten Einsatz das Tor zum 2:0. Von da weg war die Nervosität weg.» Bandiera nahm einen Pass von Martin Stettler direkt, und verwertete nach der Abwehr von GCK-Hüter Niklas Schlegel den Nachschuss souverän und abgebrüht (9.). 

 

Die andern beiden Tore im Startdrittel erzielte Topscorer Chris DiDomenico (7. + 16.), wobei er beim 1:0 von einem Lapsus des hintersten Mannes der Junglöwen profitierte. DiDomenico erfreut sich derzeit einer blendenden Form, und seit er bei seinen Dribblings den idealen Zeitpunkt für das Abspiel nicht mehr verpasst, ist er für diese Mannschaft nicht nur wegen seiner vielen Skorerpunkte enorm wertvoll. Obwohl die GCK Lions in der letzten Minute des ersten Drittels durch Alex Nikiforuk noch zum 3:1 verkürzen konnten, war jedem der 4'665 Zuschauern klar, dass es für die Gäste heute nichts zu holen geben würde. «Wir wurden vom Coach darauf hingewiesen, dass die Lions eine gute Mannschaft sind, und beispielsweise den SC Langenthal geschlagen hat. Wir unterschätzten deshalb den Gegner nicht und spielten konzentriert», resumierte Bandiera, der auch gleich auf den einzigen kleinen Wermutstropfen hinwies. «Die beiden Gegentore jeweils in der letzten Minute des ersten und zweiten Abschnitts hätten nicht sein müssen. Das waren Konzentrationsfehler.»

 

Die Emmentaler machten diese Unkonzentriertheiten zum Schluss des Spiels wieder einigermassen wett. Sie mussten nämlich die letzten 86 Sekunden in doppelter Unterzahl überstehen, was ihnen ohne grössere Probleme gelang. Überhaupt waren die Spezialsituationen wiederum das Prunkstück der Langnauer. Insgesamt drei Tore erzielten sie in Überzahl, in Unterzahl kassierten sie kein einziges. Doch entscheidend waren diesmal trotzdem nicht die Spezialteams, denn die ersten drei Treffer erzielten die Langnauer allesamt im Spiel fünf gegen fünf.

 

SCL Tigers - GCK Lions 6:2 (3:1, 2:1, 1:0)

 

Ilfishalle, 4'665 Zuschauer. SR: Wiegant/Wirth, Borgha/Progin. Tore: 7. DiDomenico 1:0. 9. Bandiera (Stettler) 2:0. 16. DiDomenico (Ronchetti) 3:0. 20. Nikiforuk 3:1. Nüssli (Bucher, Didomenico, Ausschluss Nikiforuk) 4:1. 35. Müller (Stettler, Bucher, Ausschluss Siegenthaler) 5:1. 40. Malgin (Nikiforuk) 5:2. 26. Bucher (Ausschluss Nägeli) 6:2. Strafen: je 6-mal zwei Minuten,

 

SCL Tigers: Ciaccio; K. Lindemann, Hecquefeuille; Müller, Stettler; Ronchetti, Zryd; Currit; T. Gerber, DiDomenico, Nüssli; S. Lindemann, C. Moggi, Haas; Bandiera, A. Gerber, Sterchi; Wyss, Bucher, Schlapbach.

 

GCK Lions: Schlegel; Büsser, Blatter; Tabacek, Siegenthaler; Karrer, Schmuckli; Molina, Zangger; Hoffmann, Sitje, Neuenschwander; Senteler, Malgin, Nikiforuk; Bachofner, Nägeli, Diem; Faic, Neher, Brandi.

 

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Rexha, Bärtschi, Gustafsson, S. Moggi, Albrecht, Rüegg, Croce (alle verletzt). GCK Lions ohne Raffainer, Tremblay. 08.20 Timeout GCK Lions

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