Rückkehr auf die Siegerstrasse als Ziel

von Werner Haller, Berner Zeitung - Die Erfolgsserie der Langnauer ging auswärts gegen Servette nach drei Siegen mit einer 0:5-Niederlage zu Ende. Dafür streben die Emmentaler heute Freitag gegen den EV Zug den dritten Heimsieg in Folge an.

Presse • • von Berner Zeitung, Werner Haller

Unter der Führung ihres neuen Headcoachs Alex Reinhard haben die SCL Tigers noch immer eine makellose Heimbilanz: Zwei Spiele, zwei Siege gegen Ambri-Piotta (4:0) und die ZSC Lions (3:0), 6 Punkte, 7:0 Tore. Heute gegen Zug (19.45 Uhr) ist ein dritter Heimsieg in Folge das klare Ziel. Dazu ist im Vergleich zum Spiel in Genf allerdings eine deutliche Steigerung in nahezu allen Bereichen notwendig. «Wir erreichten das Leistungsniveau, das wir in den drei letzten Spielen vor der Festtagspause noch gezeigt hatten, tatsächlich nicht», sagt Alex Reinhard. «Es gelang uns nicht, alle unsere Vorsätze mit der erforderlichen Konsequenz umzusetzen. Dies lag zu einem grossen Teil allerdings auch an Servette, das beeindruckend stark spielte und unsere Schwachpunkte entschlossen ausnützte.»

 

Zu hohe Eigenerwartungen

Der Headcoach liegt mit seiner Vermutung sicherlich nicht falsch, dass die Erwartungen der Mannschaft nach der verblüffenden Serie von drei Siegen wohl etwas zu hoch gewesen seien. «Wir spielten in Genf nicht so unbeschwert und schwungvoll wie vor der Festtagspause. Wir überlegten zu viel und kamen, auch wegen des Gegners, nie richtig dazu, unser Spiel zu spielen. Das wollen wir im Heimspiel gegen Zug ändern, und daran haben wir im Donnerstagstraining auch gearbeitet.»

 

Die 100-Punkte-Linie

Alex Reinhard wird wie in seinen ersten vier Spielen als Headcoach auch gegen Zug das gleiche Team aufs Eis schicken können. Einzige Ausnahme ist Flügelstürmer Thomas Nüssli, der vom NLB-Klub Thurgau bis Saisonende übernommen wurde und in Genf erstmals spielte. «Ich hoffe», sagt Reinhard, «dass uns die Kontinuität bei der Blockbildung hilft und als Mannschaft stabiler macht.»

 

Mit den SCL Tigers und Zug treffen die mit je 9 Punkten erfolgreichsten Teams der letzten vier Spieltage aufeinander. Die Zentralschweizer sind zudem seit Mitte Oktober die erfolgreichste Mannschaft der Liga. Der Aufstieg von Platz 9 unter die Top 3 begann am 19.Oktober vergangenen Jahres mit einem 5:3-Heimsieg gegen die SCL Tigers. An diesem Abend konnte Zugs Headcoach Doug Shedden erstmals eine Angriffsreihe mit dem Schweizer Topskorer Damien Brunner und den beiden Schweden Henrik Zetterberg und Linus Omark bilden. Seither sind 21 Spieltage vergangen, und die Zuger haben 48 von 63 möglichen Punkten gewonnen. An dieser Erfolgsgeschichte ist die Paradelinie denn auch massgeblich beteiligt. Sie erreichte vorgestern im Heimspiel gegen Biel (6:3) auch ohne den noch grippegeschwächten Linus Omark die stolze Marke von 100 Skorerpunkten. Die Skorerpunktbilanz: Damien Brunner 39 (18 Tore/21 Assists), Henrik Zetterberg 32 (15/17) und Linus Omark 29 (8/21). Zu dieser Angriffslinie der Ausnahmekönner gehört auch noch der Schweizer NHL-Lockout-Spieler Rafael Diaz, mit 28 Skorerpunkten (7/21) der produktivste Verteidiger der Liga.

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