Tolles Ergebnis an der GV

SCL Tigers weisen 378'000 Franken Gewinn aus

Das isch Musig! Das Langnauer Eishockeyunternehmen SCL Tigers wirtschaftet erfolgreich. Der ausgewiesene Reingewinn beträgt 378'000 Franken. Doch eigentlich ist das Ergebnis sogar noch sehr viel besser!

News • • von Bruno Wüthrich

Peter Jakob präsidierte mit viel Spass die Generalversammlung der SCL Tigers

 

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern. Die SCL Tigers sind eines von nur zwei Vertretern im NLA-Eishockey, das Gewinn schreibt. Und was für welchen! Denn zu den 378'000 Franken Gewinn kommen noch Abschreibungen von 964'000 Franken. Zählt man die beiden Zahlen zusammen, ergibt sich eine stattliche Summe. Dieses überaus erfreuliche Ergebnis präsentierten Peter Jakob und seine Leute anlässlich der ordentlichen GV der SCL Tigers von heute Mittwoch. Es gab Zeiten, da wurden die Aktiven aufgewertet, damit nicht zu viel Verlust ausgewiesen werden musste.

 

Die Tiger sind ausserdem völlig schuldenfrei! Völlig? Da war doch noch das Gemeindedarlehen von 800'000 Franken, von dem noch einige Raten offen sein müssten. Doch diese Schuld wurde inzwischen vollständig getilgt, also Jahre bevor die letzte Rate fällig gewesen wäre. Da müssten einige Politiker, die sich sicher waren, sich weit aus dem Fenster lehnten, und den Mund wirklich voll nahmen, indem sie behaupteten, dass von diesem Darlehen sowieso nie etwas zurück fliessen würde, bei Gemeindepräsident Bernhard Antener und den Verwaltungsräten der Tiger Abbitte leisten (FANTIGER-Meinung). Der Entscheid für das Darlehen war damals deutlich, doch die Kritik der Gegner war lange Zeit sehr laut. Nun ist die Sache bereinigt.

 

Zugelegt haben die Langnauer in fast allen Bereichen. Bei den Spieleinnahmen resultierte ein Plus von 1,6 Millionen. Nach dem Aufstieg nahmen auch die Beiträge des SIHF um 600'000 Franken zu. Erstaunlicherweise resultierte bei den Werbeeinnahmen ein leichter Rückgang. Die Erklärung ist darin zu finden, dass durch den Aufstieg zusätzliche Sponsorenprämien fällig wurden, die aus naheliegenden Gründen letzte Saison wegfielen. Ausserdem machte vielen Unternehmen die Frankenstärke zu schaffen. Trotzdem: In diesem Bereich besteht für die Tiger noch viel Luft nach oben.

 

Die Generalversammlung war bereits nach 20 Minuten vorbei. Entspannt, um nicht zu sagen locker präsentierte VR-Präsident Peter Jakob noch einige Neuigkeiten. So geht er davon aus, dass er noch in diesem Jahr das Projekt für die zweite Eishalle präsentieren kann. Dieses umfasst unterirdische und ebenerdige Parkplätze, ein NHL-Eisfeld und eine Tribüne für 300 Zuschauer im ersten Stock sowie eine Aufwärmhalle im zweiten Stock. Hinzu kommen 12 Umkleidekabinen und zusätzliche Catiering-Räume, z.B. für den Club 76. «Wenn in Langnau in 10 Jahren noch NLA-Eishockey gespielt werden soll, brauchen wir zusätzliches Eis. Doch die SCL Tigers werden sich an der Finanzierung beteiligen müssen», erklärt Jakob. Anders seien die Kosten nicht finanzierbar. Dafür will der Klub nun Geld beiseite legen. Gemäss dem Präsidenten ist dies der Grund, weshalb nicht der ganze Gewinn in die Mannschaft gesteckt werden kann. Wenn alles gut läuft, kann mit dem Bau 2018 begonnen werden.

 

Die SCL Tigers sind heute sehr gut aufgestellt. Sorgen braucht sich derzeit niemand zu machen. Die Lizenzkommission gab denn auch für den Spielbetrieb ohne Auflagen grünes Licht. Verwaltungsrat und Geschäftsfühung sind gewillt, vernünftig weiter zu geschäften.

 

Morgen Donnerstag Abend hält der Fanclub SCL Tigers seine HV ab. Im Rahmenprogramm zu dieser HV geht es in Podiumsgesprächen mit Jörg Reber, Pasvcal Berger und Flurin Randegger eher um den Sportbereich. Angekündigt hat sich auch Peter Jakob.

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