Nach Sieg gegen den HC Davos

SCL Tigers zurück auf der Strasse des Erfolgs

Hoch verdienter Sieg nach Verlängerung der SCL Tigers gegen den HC Davos. Einzig das Powerplay und die Chancenverwertung sind zu bemängeln. Der Verlust des einen Punktes ist zu bedauern.

Spielbericht • • von Bruno Wüthrich

Die SCL Tigers bestürmen das Davoser Tor. Insgesamt machen sie aber zu wenig aus ihren Möglichkeiten. (Bild: Bruno Wüthrich)  

 

Exakt 46 Sekunden waren in der Verlängerung gespielt, als Ville Koistinen den entscheidenden Konter lancierte. Er schickte Aaron Gagnon auf die Reise, welcher für die SCL Tigers den hoch verdienten Sieg sicher stellte. Hoch verdient deshalb, weil die Langnauer an diesem Abend das klar bessere Team waren. Die Tiger bleiben am Strich dran, dürfen sich an der tollen Leistung freuen, dürften sich aber auch ein kleines Besschen über einen verlorenen Punkt ärgern.

Pascal Bergers Comeback-Spiel begann nicht gut. Bereits nach vier Minuten beging Ivars Punnenovs im Tor der Langnauer einen schweren Fehler. Nachdem er den bereits in sicherer Fanghand geglaubten Puck fallen liess, brauchte Tino Kessler nur noch zur frühen Davoser Führung einzuschieben. Doch es blieb der einzige Fehler des Langnauer Hüters, der später seine Mannschaft mit einigen starken Paraden im Spiel hielt. Er bildete die Basis für eine Partie, in welcher die SCL tigers immer stärker wurden. Bereits im ersten Drittel hätte die Emmentaler das Skore ausgleichen können. Die beste Möglichkeit dazu vergab Eero elo in der 18. Minute.

Es war denn auch die Verwertung der Tormöglichkeiten, die auf Seiten der Langnauer neben dem Powerplay als einziges zu kritisieren gilt. Denn wer sich so viele Tormöglichkeiten erspielt, sollte letztendlich mehr als zwei Tore, dazu eines sogar erst in Verlängerung erzielen. Die Langnauer hätten die Partie bereits nach 60 Minuten entschieden haben müssen. Ja, es hätte sogar ein deutlicher Sieg werden können. Die Einheimischen waren das deutlich bessere Team. Nur gelegentlich konnten die Davoser ihr spielerisches Potential aufzeigen. Doch das Team von Heinz Ehlers passte gut auf. Richtig entfalten konnten sich die Davoser nie. Gefährlich blieben sie jedoch bis zuletzt.

Gerade Spiele in einer anderen Sportart haben aufgezeigt, dass der Erfolg auch ausbleiben kann, obwohl das eigene Team die besseren Möglichkeiten hat, dominiert, und auch deutlich gewinnen müsste, schleicht es schlussendlich als Verlierer vom Platz. So war es bis zuletzt möglich, dass genau dies auch den SCL Tigers geschehen könnte. Zahlreiche Möglichkeiten, ein einziges Tor. Anton Gustafsson erzielte es in der 6. Minute per Ablenker. Nachdem die Schiedrichter die Regularität überprüft hatten (der Stock des Schützen hätte nicht noch höher sein dürfen), zählte der Treffer.

«Für mich ging es manchmal noch etwas schnell», erklärte Rückkehrer Pascal Berger seine eindrücke hinsichtlich seiner eigenen Leistung. Die Rückkehr des Captains hat sich auf jeden Fall positiv ausgewirkt, auch wenn er lediglich in der vierten Lienie und in den Spezialsituationen auflief. Auch er sah die insgesamt formidable Leistung seiner Mannschaft. «Wir haben heute sehr gut gekämpft und ein gutes Spiel abgeliefert.» Recht hat er. Genau so war es.

SCL Tigers - HC Davos 2:1 n.V. (0:1, 1:0, 0:0)

Ilfishalle, 5'778 Zuschauer, SR: Stricker/Tscherrig, Bürgy/Progin. Tore: 4. Kessler (D. Wieser) 0:1. 36. Gustafsson (Blaser) 1:1. 61. (60.46) Gagnon (Koistinen, Punnenovs) 1:2.  Strafen: 2-mal zwei Minuten gegen die SCL Tigers, 4-mal 2 Minuten gegen den HC Davos.

SCL Tigers:Punnenovs; Koistinen, Zryd; Erni, Blaser; Huguenin, Randegger; Lardi; Erkinjuntti, Gagnon, elo; Neukom, Gustafsson, Kuonen; Nüssli, Albrecht, Dostoinov; Peter, P. Berger, Gerber; Rüegsegger.

HC Davos: van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Nygren, Aeschlimann; Paschoud, Schneeberger; Barandun, Grossniklaus; Ambühl, Corvi, Simion; Little, Kousal, M. Wieser; D. Wieser, Walser, Kessler; Eggenberg, Frehner, Egli.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne N. Berger, Stettler (beide verletzt) Seydoux (krank), Müller (Langenthal), Himelfarb, Haas (beide überzählig). HC Davos ohne Jörg (gesperrt), Lindgren, Sciaroni, Kindschi, Heldner (alle verletzt), Forrer (NLB).

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