GCK Lions - SCL Tigers 3:6 (1:4, 0:0, 2:2)

Sieg dank Effizienz in den Startminuten

Effizienz im Startdrittel. Schlendrain im Schlussabschnitt. Unter den Augen von Präsident Peter Jakob machten die SCL Tigers aus den ersten sechs Möglichkeiten vier Tore und legten damit mehr als nur den Grundstein zum Erfolg gegen die GCK Lions. Doch erneut zogen die Langnauer ein schwaches Schlussdrittel ein.

Spielbericht • • von Bruno Wüthrich

 

Tobias Bucher 5Niederlagen wie diejenige vom vergangenen Samstag gegen den SC Langenthal (4:5 nach 4:1 - Führung, Ausgleich sechs Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit, Spielentscheidung eine Sekunde vor Schluss der Verlängerung)können am Anfang von grantigen Krisen stehen. Deshalb durfte man auf den Auftritt der SCL Tigers im Spiel gegen die GCK Lions gespannt sein. Doch von Verunsicherung war bei den Emmentalern zu Beginn nichts zu sehen.

 

Die GCK Lions traten mit dem zweitbesten Gegentorschnitt gegen die SCL Tigers an. In acht Spielen kassierten sie lediglich 20 Gegentreffer. Dies ergibt einen Schnitt von 2,5 Toren pro Spiel. Nur der HC Red Ice steht beim Gegentorschnitt noch besser da als die jungen Löwen. Doch von defensiver Stabilität war in den ersten zwölf Minuten des Spiels gegen die Langnauer nicht viel zu spüren. Lediglich 36 Sekunden dauerte es, bis Tobias Bucher auf Pass von Chris DiDomenico den Führungstreffer markierte. Zwar glich Lars Neher nach einem Fehler von Tigers-Hüter Lorenzo Croce 68 Sekunden später wieder aus. Doch bereits in der 4. Minute doppelte das Duo Bucher DiDomenico mit dem 2:1 nach. Von da weg war der Mist weitgehend geführt. Bis zur 12. Minute erhöhte zuerst Yannick-Lennart Albrecht auf Zuspiele von Martin Stettler und Silvan Wyss auf 3:1 (8.), danach legte Adrain Gerber noch das 4:1 drauf. Tigers Coach Bengt-Ake Gustafsson war denn mit den ersten 40 Minuten seines Teams auch einigermassen zufrieden: «Wir waren zu Beginn sehr effizient, haben vieles richtig gemacht und den Weg zum Tor gesucht. Auch danach waren wir lange Zeit dominant.» Der Schwede war aber auch froh: «Nach dem Spiel in Langenthal war es sehr wichtig, dass wir gleich wieder ein Spiel gewonnen haben. Nicht auszudenken, was bei einer weiteren Niederlage, vielleicht sogar auf ähnliche Weise zustande gekommen, geschehen wäre.»

 

Um den eigenen Ansprüchen zu genügen, fehlt den Langnauern derzeit noch einiges. Während sie in den ersten beiden Dritteln dominant auftraten und ihren Gegner jederzeit unter Kontrolle hatten, schlich sich im Schlussabschnitt wie bereits im Spiel gegen den SC Langenthal erneut der Schlendrian ein. Gut, dass diesmal nicht Langenthal, sondern eben «nur» die zwar sehr talentierten, aber noch jungen und unerfahrenen Löwen gegenüber standen. Gut auch, dass Verteidiger Marc Rüegg bei seinem Comeback nach langer Verletzung mit seinem Treffer zum 5:2 (46.56) den 4:2 - Anschlusstreffer (46.07) der GCK Lions von Roger Karrer umgehend kompensieren konnte. Und gut, hatten die jungen Löwen nach dem erneuten Anschlusstreffer durch Jérôme Bachofner (52.) nicht das nötige Schlachtenglück, um noch näher heran zu kommen. So waren die Küsnachter lediglich nahe dran. Streng genommen müsste es auch zu denken geben, dass das Team von Matti Alatalo gegen die Tiger drei Treffer erzielte. Zuvor lag der Schnitt nämlich bei lediglich bei 1,75 Toren pro Spiel. Dies sagt einiges aus über die Effizienz dieser jungen Mannschaft. Was ein weiterer Gegentreffer bei den Langnauern hätte bewirken können, wollen wir uns jetzt nicht ausmahlen. Denn Gustafsson stellte fest: «Nach dem 5:3 hatten einige meiner Spieler Angst.» Die Frage die sich stellt ist jedoch: Wie passt der zeitweilig nonchalante Auftritt der Tiger im letzten Abschnitt zusammen mit der Angst, die sich einstellt, wenn es nochmals eng wird?

 

Nun folgt am Samstag das Heimspiel gegen den EHC Olten. Die Powermäuse gewannen heute Abend ihr erstes Heimspiel in der sanierten Kleinholzhalle mit 2:0 gegen den SC Langenthal. Sie kommen also gerade rechtzeitig auf das Spiel gegen die SCL Tigers in Form.

 

GCK Lions - SCL Tigers 3:6 (1:4, 0:0, 2:2)

 

KEK Küsnacht, 340 Zuschauer. SR: Clément, Huguet/Pitton. Tore: 1. (0.36) Bucher (DiDomenico) 0:1. 2. (1.44) Neher 1:1. 4. Bucher (DiDomenico) 1:2. 9. Albrecht (Stettler, Wyss) 1:3. 12. A. Gerber (Haas, Sterchi) 1:4. 47. (46.07) Karrer (Diem) 2:4. 47. (46.56) Rüegg (Hecquefeuille, DiDomenico) 2:5. 52. Bachofner (Tremblay, Braun) 3:5. 60. Claudio Moggi (S. Lindemann, K. Lindemann, ins leere Tor) 3:6. Strafen: 3-mal zwei Minuten gegen die GCK Lions, 4-mal zwei Minuten gegen die SCL Tigers.

 

GCK Lions: Boltshauser; Schmuckli, Karrer; Büsser, Blatter; Zangger, Molina; Braun, Peter; Bachofner, Senteler, Künzle; Sitje, Nikiforuk, Tremblay; Hofmann, Neher, Brandi; R. Diem, D. Diem, Hinterkircher.

 

SCL Tigers: Croce; Lindemann, Hecquefeuille; Müller, Stettler; Ronchetti, Flückiger; Rüegg; Bucher, DiDomenico, S. Moggi; S. Lindemann, C. Moggi, T. Gerber; Haas, A. Gerber, Sterchi; Wyss, Albrecht, Schlapbach; Haberstich.

 

Bemerkungen: GCK Lions ohne Malgin, Siegenthaler, Raffainer, Nägeli, Faic, Schlegel. SCL Tigers ohne Rexha, Gustafsson, Bärtschi, Zryd, Nüssli (alle verletzt). 9.42 Timeout GCK Lions. GCK Lions von 59.02 bis 59.43 ohne Torhüter.

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