«Solche Tage wünscht man sich nicht viele»

SCL Tigers-Geschäftsführer Ruedi Zesiger muss seinen Hut nehmen. Damit reagiert der Verwaltungsrat auf die wirtschaftliche Talfahrt, die durch den sportlichen Misserfolg eingeleitet wurde.

News • • von Blick, Daniel Gerber

Katerstimmung bei den Raubkatzen in Langnau. Geschäftsführer Ruedi Zesiger muss gehen. VR-Chef Peter Jakob zu BLICK-Online: «Ruedi und ich arbeiteten sehr eng zusammen. Solch ein Tag wünscht man sich nicht manchen.»

 

Die rote Laterne wiegt schwer. Deshalb müsse reagiert werden und zwar an der Spitze, so Jakob. «Es nützt nichts, wenn man den Materialwart auswechselt.»

 

Tigers-Artikel verkaufen sich schlechter und die Fans füllen bei Auswärtsspielen kaum mehr einen Car. Hinzu kommt, dass die Mannschaft bereits im November aus dem Playoff-Rennen war. «Die Depression beginnt beim Team und geht weiter zur Geschäftsstelle», sagt Jakob.

 

Schwierige wirtschaftliche Lage

«Das Defizit ist grösser geworden», bilanziert Jakob. Auch der VR könne nicht immer nur Geld reinbuttern, das führe zu Spannungen. So seien Fehler gesucht und Menschen hinterfragt worden.

 

Denn Sponsoren liessen sich in der aktuellen Lage nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Wie gelähmt sei das Unternehmen, es fehle an Impulsen. Diese soll ein neuer Geschäftsführer bringen, nach welchem nun Ausschau gehalten wird.

 

«Rettet den Tiger»

Ruedi Zesiger ist bereit, seine Arbeit bis 31. Mai 2013 fortzuführen. Er gehörte 2009 zu den Gründern des Vereins «Rettet den Tiger» und hatte eine gut dotierte Stelle als Referent von Sportminister Ueli Maurer inne. In Langnau kämpfte er zwischenzeitlich an allen Fronten: Als Geschäftsführer, Sportchef und mit Einsatz beim Ilfis-Umbau.

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