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Steiner stürmt nächste Saison für Ambri

Transfer-Rock’n’Roll im Tessin: Daniel Steiner wechselt von Lugano ausgerechnet zu Kantonsrivale Ambri. Darum sollte der Transfer auch geheim bleiben.

Presse • • von Klaus Zaugg

Noch selten ist ein Transfer unter so grosser Geheimhaltung über die Bühne gegangen. Daniel Steiner verweigert jede Auskunft über seine Zukunftspläne. «Leider kann ich mich zu meiner Situation noch nicht äussern.» Selbst Luganos tüchtiger Sportchef Roland Habisreutinger weiss nicht, für welchen Klub Daniel Steiner nächste Saison stürmen wird.

 

Nun, Daniel Steiner hat heimlich still und leise bei Ambri einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Aber bis Saisonende spielt er noch in Lugano. Deshalb sollte sein Wechsel zu Ambri wenigstens bis nach dem letzten Einsatz mit Lugano noch geheim bleiben.

 

Es ist ein guter Transfer für Ambri. Daniel Steiner ist seit Jahren einer der eigenwilligsten aber auch konstantesten Skorer mit Schweizer Pass. Er hat nun neunmal in Serie in der NLA mindestens 20 Punkte produziert. Sein Tor-Rekord ist beachtlich: In der Saison 2008/09 hat er für Langnau in 57 Partien (inklusive Playouts) 28 Tore erzielt.

 

Starruhm in der AHL erlebt

2009/10 stieg er aus einem lukrativen Vertrag in Langnau aus, um sich den Bubentraum Amerika zu erfüllen. Für die NHL reichte es zwar nicht. Aber immerhin zu 27 AHL-Partien (6 Tore/14 Assists) und sogar Starruhm in der drittklassigen East Coast Hockey League (45 Spiele/55 Punkte). Er lebte seinen Traum.

 

Nun geht es für den Emmentaler darum, die Pensionskasse noch ein wenig zu füllen. Geschickt hat er zwischen Langnau und Ambri gepokert und schliesslich in Ambri unterschrieben. Trainer und Sportchef Serge Pelletier wird an seinem neuen Stürmer viel Freude haben: Steiner ist nicht nur ein verlässlicher Skorer. Er sorgt auch in der Kabine für gute Stimmung.

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