Remo Giovannini sei Dank:

Tigers treffen auf Wunschgegner Langenthal

Der mental völlig überforderte Remo Giovannini stand Pate bei Langenthals Halbfinal-Einzug in La Chaux-de-Fonds. Vor 4'237 Zuschauer leistete sich der Ex Tiger-Hüter im Tor des HCC gleich fünf haltbare Gegentreffer.

News • • von Bruno Wüthrich

 

Die SCL Tigers und der SC Langenthal 1 - Bild Susanne Bärtschi

Es wird wiederum recht zur Sache gehen zwischen den SCL Tigers und dem SC Langenthal. Bild: Susanne Bärtschi.

 

Es war insgesamt ein hartes Stück Arbeit, dieser in sieben Spielen errungene Halbfinal-Einzug des SC Langenthal in der Serie gegen den HC La Chaux-de-Fonds. Denn auch in diesem letzten und entscheidenden Spiel kämpften die Neuenburger wie gewohnt schnell und leidenschaftlich. Die Partie begann zudem optimal für den HCC. Bereits in der 6. Minute brachte Peter Sejna sein Team in Führung. Doch diesmal war das Glück auf Seiten der Langenthaler, welche in dieser Serie stets in Rückstand waren, aber immer an den Einzug in die nächste Runde glaubten. Am kommenden Sonntag treffen die Oberaargauer auf die ausgeruhten SCL Tigers.

 

Spätestens nach Stefan Tschannens Treffer zum 2:5 in der ersten Minute des Schlussdrittels war die Partie gelaufen. Erneut führte der Erfolg der Langenthaler über die Linie mit Brent Kelly, Stefan Tschannen und Jeff Campbell. Sie zeichnete für vier der sieben Treffer verantwortlich. Den Weg zum Sieg ebnete jedoch auch  Anton Ranov mit seinen beiden Treffern zum 1:3 (14.) und zum 1:4 (26.).

 

Langenthals Coach Jason O'Leary will gegen die SCL Tigers gleich im ersten Spiel ein Zeichen setzen. «Die Langnauer hatten jetzt Pause und haben bestimmt ihren Rhytmus etwas verloren. Wir jedoch sind jetzt im Hoch und wollen dies gleich von Beginn weg ausnutzen». Dabei will O'Leary seiner ersten Formation mit Brent Kelly, Jeff Campbell und Stefan Tschannen viel Eiszeit geben. «Tschannen, Kelly und Campbell werden bestimmt in jedem Spiel gegen 30 Minuten auf dem Eis stehen. Die Jungs werden dies verkraften, denn ich habe sie während der Qualifikation nicht allzu sehr forciert.» Dass HCC-Hüter Remo Giovannini wohl vor allem mental dem Druck nicht gewachsen war, und fünf haltbare Tore zuliess, kümmerte O'Leary nicht. «Man muss die Tore immer zuerst schiessen.»

 

Auch Stefan Tschannen ist überzeugt, dass der Kräfteverschleiss in der Serie gegen den HC La Chaux-de-Fonds im Halbfinal keine grosse Rolle spielen wird.: «Die Müdigkeit wird höchstens dann zum Problem, wenn wir hinten liegen.» Es wird denn auch die Hauptaufgabe der SCL Tigers sein, diese brandgefährliche erste Formation der Langenthaler zu neutralisieren. Gelingt dies, ist der Finaleinzug für die Langnauer in Griffweite. Falls nicht, wird es schwierig. Doch wer aufsteigen will, muss mit einer Formation dieser Stärkeklasse fertig werden.

 

HC La Chaux-de-Fonds - SC Langenthal 3:7 (1:3, 1:1, 1:3)

 

Les Mélèzes, 4'237 Zuschauer. SR: Clément/Dipietro, Gnemmi/Micheli. Tore: 6. Sejna (Muller, Jaquet, Ausschlusse Poudrier, Küng) 1:0. 9. Kelly (Campbell, Tschannen) 1:1. 11. Kelly (Schüpbach) 1:2. 14. Ranov (Hobi, Schüpbach) 1:3. 26. Ranov (Hobi) 1:4. 34. Forget 2:4. 41. Tschannen (Pienitz, Kelly) 2:5. 55. Tschannen (Campbell) 2:6. 49. Pivron (Bochatay) 3:6. 50. Füglister (Carbis, Kämpf) 3:7. Strafen: 5-mal zwei Minuten gegen La Chaux-de-Fonds, 7-mal zwei Minuten gegen Langenthal

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