Tom Lüthi trainiert mit den SCL Tigers

Klaus Zaugg - Töffstar Tom Lüthi (24) hat sich von seinem Fitnesstrainer Otmar Keller getrennt. Er hält sich nun mit den SCL Tigers fit. Nach einer Augenoperation braucht er auch keine Kontaktlinsen mehr. Ein Vorteil.

News • • von Klaus Zaugg


Lüthi hat der Fachzeitschrift «Motorsport aktuell» bestätigt, dass er im Wintertraining neue Wege geht und nicht mehr mit Otmar Keller arbeitet. «Otmar ist ein sensationeller Trainer, keine Frage. Ich hätte auch sehr gerne weiter mit ihm gearbeitet. Aber die Distanz zwischen meinem Zuhause und dem Trainingsort erschwerte es.»

Keller ist ein anerkannter Physiotherapeut, der auch schon die Fussball-Nati, die Ex-Tennisqueen Martina Hingis oder den Rennfahrer Marcel Fässler betreut hat. Aber er arbeitet in Feusisberg (Kanton Schwyz) und dieser Ort ist ein bisschen zu weit weg von Tom Lüthis winterlichem Lebensmittelpunkt Oberdiessbach (Kanton Bern). Die Fahrt von Oberdiessbach nach Feusisberg dauert gute zwei Autostunden. «Immer hin- und herfahren war anstrengend.» Deshalb hat er in der näheren Umgebung einen neuen «Wintertrainer» gesucht und in Langnau im NLA-Eishockeyunternehmen der SCL Tigers gefunden.


Sportliche Rundumbetreuung

Neu arbeitet der Weltmeister von 2005 mit Roman Blaser, dem Konditionstrainer der SCL Young Tigers, der Nachwuchsabteilung der SCL Tigers. Blaser hat mit den Berufs- und Eishockeykollegen Nik Hess und Marcel Rothmund die neue Trainingsorganisation «T & T» (Test and Train GmbH) für Profisportler aufgebaut. «Diese neue Trainingssituation ist ideal, und sie entlastet mich sehr.»

Der Töffstar bekommt beim studierten Sportwissenschaftler Blaser eine sportliche Rundumbetreuung und ein gezieltes Training, das die verschiedenen Blessuren aus der Vergangenheit berücksichtigt. Lüthi fährt auch nächste Saison die Moto2-WM und wird zwei Schweizer als Gegner haben: Dominique Aegerter (21) und Randy Krummenacher (21), beide ebenfalls Fintessfanatiker.


Fitness so wichtig wie Talent

Die Moto2-WM ist die Klasse mit der höchsten Leistungsdichte, den meisten Stürzen, den härtesten Duellen und den spannendsten Rennen. Es rumpelt oft und die Entscheidung fällt oft erst in der letzten Runde. Fitness ist so wichtig wie Talent. Lüthi hat in der letzten Moto2-WM 2010 den vierten Schlussrang erreicht und gehört 2011 wieder zu den Titelanwärtern.

In der neuen Saison braucht er zudem keine Kontaktlinsen mehr. Trotz Helm hat ihm der Fahrwind jeweils die Linsen ausgetrocknet und dies führte zu Sehbeschweren. Nun hat er die Linsen vor Weihnachten operativ in die Augen einpflanzen lassen. Der Eingriff ist gelungen und Lüthi ist bereits wieder beschwerdefrei.

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