Unsexy SCL Tigers in sexy Ilfishalle

Hängeschwanz-Katzen liefern nicht, was Sponsoren überzeugt

Blog • • von Bruno Wüthrich

Es lohnt sich nicht, wenn wir uns noch etwas vor machen. Die Playoffs der Saison 2012/13 werden ohne die SCL Tigers stattfinden. John Fust und sein Team haben nur 33 Runden lang Zeit, sich auf die Playouts vorzubereiten. Aber weshalb dieses frühe Scheitern, welches selbst die schwärzesten Schwarzseher überrascht?

 

Stellen Katzen und Kater ihre Schwänze senkrecht in die Höhe, geht es ihnen gut, sie sind gut drauf und ihre Welt ist in Ordnung. Derzeit befinden sich die Schwänze der Katzen im Emmental wohl zwischen deren Hinterbeinen. Ein untrügliches Zeichen für schlechte Gefühle wie Angst, Unzufriedenheit, Unwohlsein und Erfolglosigkeit beim Fangen von Mäusen. Zu recht! Um festzustellen, dass die SCL Tigers es nicht mehr schaffen werden, die Playoffs zu erreichen, müssen wir nicht über Punkteabstände fabulieren. Wir müssen uns auch keinerlei Gedanken darüber machen, wer denn alles vor uns liegt, und welche übermächtigen Teams wir überholen müssten, um Rang 8 zu schaffen. Es geht nicht darum, dass der Abstand auf den vorletzten Tabellenrang satte fünf Punkte, und auf Rang 8 scheinbar unüberwindbare 15 Punkte beträgt. Denn immerhin haben die Emmentaler drei Spiele weniger bestritten als die Konkurrenz. In diesen Spielen könnten, wenn es optimal läuft, neun Punkte geholt werden. Und selbstverständlich müssten wir bei einer solchen, uns alle überraschenden Ausbeute wieder über die Bücher. Wir werden nicht über die Bücher müssen.

 

In den meisten Fällen werden 68 bis 70 Punkte benötigt, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Es gibt zwar Saisons, in welchen auch weniger Punkte bereits reichen. Zum Beispiel dann, wenn mehrere Spitzenteams sehr viele, und auch die Mannschaften am Tabellenende verhältnismässig viele Punkte machen. Dann nämlich haben wir ein eher schwaches Mittelfeld, und nur dann reichen eben verhältnismässig wenige Punkte für die Playoff-Quali. Aber in dieser Saison haben wir insgesamt fünf Teams, welche 29 Punkte erspielt haben. Bei 20 Spielen ergibt sich dabei ein Punkteschnitt von 1,45. Das auf dem 6. Rang liegenden Zug hat gar nur 19 Spiele bestritten (1,52 P/S), das auf den Boden der Realität zurück gekehrte, inzwischen auf den 10. Rang abgestürzte Rapperswil bereits 21 Spiele (1,38 P/S). Wir nehmen als Referenz die Teams von Davos (7.), Kloten (8.) und Biel (9.). Halten die Genannten ihren Pace, so kommen sie mit ihrem Schnitt von 1,45 Punkten pro Spiel am Ende der Qualifikation alle auf 72 Punkte. Weil wir in dieser Saison eine starke Mitte haben, sind diese 72 Punkte die Referenz, von welcher wir ausgehen müssen, dass sie zur Playoff-Qualifikation benötigt werden. Die SCL Tigers weisen derzeit einen Durchschnitt von 0,82 Punkten pro Spiel auf. Um die nötigen 72 Punkte zu erreichen, müssten sie ab sofort einen Schnitt von 1,76 Punkten pro Spiel erreichen. Zum Vergleich: In der Saison 2010/11, in welcher die Langnauer sensationell die Playoffs erreichten, wiesen sie in ihren Heimspielen einen Schnitt von genau diesen 1,76 Punkten pro Spiel auf. Auswärts waren es jedoch «nur» 1,2 Punkte pro Spiel, was – die Heim und die Auswärtsbilanz zusammen gerechnet – einen Gesamtschnitt von 1,48 Punkten pro Spiel ergibt. Bei einem Team von einem Schnitt von 1,76 zu träumen, welches in seinen ersten 17 Spielen sogar die Hälfte klar verfehlte, ist völlig unrealistisch.

 

Doch wo liegen die Gründe. Wir wagen uns an eine Analyse.

 

Torhüter

Am Notnagel Jaroslav Hübl lag es nicht, dass wir so wenig Punkte haben. Er zog gegen den EHC Biel (1:6) und gegen Gottéron (3:6) zwei schwächere Spiele ein. Doch nur gegen die Fribourger war er für die Niederlage mitverantwortlich. Aber alle 8 Punkte, welche die SCL Tigers auswärts holten, und auch den Sieg im ersten Heimspiel gegen Servette haben sehr viel mit den starken Leistungen Hübls zu tun, und hätten seine Vorderleute eine etwas verbesserte Chancenauswertung, hätten Hübls immer wieder überzeugende Leistungen zu deutlich mehr Punkten gereicht. Der Tscheche hat nur einen Fehler: Er beansprucht eine Ausländerlizenz, und dies ist für die Langnauer fatal. Deshalb wurde nach nur vier Trainings mit voller Belastung der auf diese Saison hin als neue Nr. 1 geholte Thomas Bäumle eingesetzt. Er bestritt nach seiner langwierigen Verletzung gegen die Lakers aus Rapperswil einen relativ ruhigen Abend und feierte sein Debut mit deinem Sieg. In den folgenden Spielen konnte er jedoch seine fehlende Spielpraxis nicht verbergen, und er kassierte sowohl gegen die ZSC Lions wie auch gegen Ambri vermeidbare Tore, und steht damit als einer der Gründe für diese beiden Niederlagen im Fokus. Doch ihm daraus einen Vorwurf zu machen, wäre falsch. Denn üblicherweise sind auch bei Torhütern die Vorbereitungsspiele dafür da, Spielpraxis zu erlangen. Bei Bäumle müssen nun aber Meisterschaftsspiele dafür her halten. Die Frage stellt sich trotzdem: Kehrte Bäumle nicht zu früh ins Tor zurück? Hätte er zuvor nicht ein paar Trainingseinheiten unter voller Belastung mehr bestreiten müssen? Klar ist, dass Bäumle bezüglich Leistungsfähigkeit und Konstanz noch längst nicht bei 100 Prozent angelangt ist.

 

Die Defensive

Wir alle wissen es: Das ganze Team ist für die Defensive zuständig. Das Gleiche gilt für die Offensive. Wir beurteilten das Defensiv-Verhalten der SCL Tigers lange Zeit als positiv, was vielleicht etwas blauäugig war. Denn der überragende Notnagel-Hüter Jaroslav Hübl bügelte die Fehler und Unzulänglichkeiten seiner Vorderleute immer wieder aus, was diese besser aussehen liess, als sie waren. Kein anderes Team der Liga wird in der eigenen Zone derart attackiert wie die Langnauer. Die Gegner tun dies mit grossem Erfolg und ohne jedes Risiko. Unter Druck verliert der scheibenführende Langnauer immer wieder den Puck, oder sein Panikpass landet beim Gegner. Daraus entstehen zahlreiche Torchancen und selbst bei starken Torhüterleistungen sind Gegentore oft nicht zu vermeiden. Zudem fehlen die Pässe von hinten heraus teilweise gänzlich. Derzeit scheint nur Jared Spurgeon zu einem guten ersten Pass fähig zu sein. Der Kanadier Mark Popovic, der dies ebenfalls könnte, musste zuletzt trotz zuvor starker Leistungen seinen formschwachen Landsleuten Pascal Pelletier und Kurtis McLean das Feld überlassen. Auf den ersten Blick eine völlig unverständliche Massnahme des Coaching Staffs. Doch Pelletier und McLean könnten bei der Beendigung des NHL-Lockouts wichtig werden, und ihre Formschwäche überwinden sie nur, wenn sie spielen können. Eine fatale Situation! Jörg Reber wurde vor seiner Verletzung häufig kritisiert. Der 38-jährige Oldie ist nicht mehr so schnell und so spritzig wie in der Playoff-Saison der SCL Tigers, welche seine bisher stärkste war. Aber Reber ist einer, der immer noch einen guten Pass spielen, und seinem Team mit seiner Erfahrung helfen kann. Weil andere Verteidiger mit offensiven Fähigkeiten derzeit nicht ihr bestes Hockey spielen, wird Reber schmerzlich vermisst. Ein Team, das in der Lange ist, auch unter gegnerischem Druck sein Spiel von hinten herauf aufzubauen, oder dessen Verteidiger auch mal einen tödlichen Pass spielen können, kommt viel weniger unter Druck als das Panikorchster, das die Tiger zuweilen darstellen. Es ist der Druck, der den Fehlern Pate steht. Defensive Fehler gibt es derzeit im Spiel der Langnauer genug. Sie werden nicht nur von Verteidigern begangen. Scheibenverluste in der neutralen oder gar in der offensiven Zone sind fatal, wenn sich das eigene Team gerade gegen vorwärts orientiert.

 

Die Offensive

Mit Lukas Haas und Sandro Moggi fehlen derzeit zwei wichtige Offensivkräfte. Und Simon Moser, der nach seiner schweren Verletzung erst am 19. Oktober gegen den EVZ erstmals wieder zum Einsatz kam, ist verständlicherweise noch weit von seiner Bestform entfernt. Stark ins Gewicht fällt auch, dass die beiden Kanadier Pascal Pelletier und Kurtis McLean nicht mehr dieselben zu sein scheinen, die man aus früheren Jahren kennt. Bedenkt man, wie wichtig die Ausländer in Teams wie demjenigen der SCL Tigers sind, ist das, was die beiden derzeit abliefern, ein Desaster. Sie, die eigentlich das Spiel der Emmentaler führen, und ihre Mitspieler mitreissen müssten, spielen wohl nur deshalb, weil zwei wichtige Schweizer Stürmer fehlen, weil formschwache Spieler nur mit Spielpraxis wieder aus ihrer Baisse herausfinden können, und weil auf längere Sicht nur formstarke Teamleader wirklich Leader sein können. Kurtis McLean führt zwar mit 2 Toren und 9 Assists die interne Skorerliste der Tiger an, er hat aber mit -10 die schlechteste Plus/Minus-Bilanz der Emmetnaler. Zum Vergleich: Mit 7 Toren und 2 Assists belegt Joel Genazzi hinter McLean den 2. Rang im Skorer-Ranking. Aber seine Plus/Minus-Bilanz ist positiv (+1). Genazzi ist eine der wenigen positiven Überraschungen im Team von John Fust. Ihn hatte niemand auf der Rechnung. Doch es könnte seine Saison werden. Noch nicht aus dem Durchschnitt heraus ragen die drei Neuzuzüge Adrian Brunner, Etienne Froidevaux und Arnaud Jacquemet. Jacquemet und Froidevaux erfüllten die Erwartungen bisher trotz stets kämperischer Einstellung noch nicht. Anders als Adrian Brunner, der nach seiner völlig verpatzten letzten Saison vergleichsweise gut in Langnau angekommen ist.

 

Die NHL Lockouter

Kein Zweifel: Tyler Ennis und Jared Spurgeon sind ein Gewinn für die SCL Tigers. Sie haben das Spiel beschleunigt, und die Langnauer kommen dank ihnen zu deutlich mehr Torchancen. In den 5 Spielen, in welchen Ennis spielte, holten die Langnauer 7 Punkte. Dies ergibt einen Schnitt von 1,4 Punkten pro Spiel. Aus den Spielen ohne Ennis resultierten lediglich unterirdische 0,58 Punkte pro Spiel. Die gleiche Rechnung können wir auch mit Jared Spurgeon machen. Aus den 12 Spielen, die er bestritt, resultierten 11 Punkte, oder ein Schnitt von 0,92 P/S. Aus den restlichen 5 Spielen resultierten gerade mal 3 Punkte, oder ein Schnitt von 0,6 P/S. Ennis und Spurgeon machen also die SCL Tigers stärker. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass einige ihrer Konkurrenten aus der NHL deutlich höhere persönliche Werte vorweisen können. Denn ein Unterschied von fast einem Punkt pro Spiel (nicht Skorerpunkt), wie dies Tyler Ennis vorzuweisen hat, ist selbst von Superstars wie Patrice Bergeron (Lugano) oder Henrik Zetterberg (EVZ) nur schwer zu topen. Dass dies für Ennis noch längst nicht das Ende der Fahnenstange ist, dürfen wir ebenso nicht ausser acht lassen, wie die Tatsache, dass die Unterschiede, die ein Lockout-Star ausmachen kann, bei einem schwachen Team deutlich stärker zum tragen kommen als bei einem starken.

 

Der Coach

John Fust ist als Coach der SCL Tigers unbestritten, und wir werden bestimmt nicht versuchen, daran etwas zu ändern. Viele bemängeln zwar, das Team habe seit dem Frühjahr 2011 keine Fortschritte mehr erzielt. Doch die Frage ist, wie denn mit einem Team, das mit der ebenso sensationellen wie unerwarteten Playoff-Qualifikation weit über seinen Verhältnissen abgeschnitten hat, weitere, für den Zuschauer sichtbare Fortschritte erzielt werden sollen? Das Team spielte in jener Saison mit dem zweitgrössten Erfolg der Klubgeschichte weit über seinen Möglichkeiten, und schaffte gemessen an seinem Potential schier Unglaubliches. Wären unter diesen Voraussetzungen sogar noch Weiterentwicklungen möglich gewesen, so würden sämtliche Konkurrenten von Banausen geführt. Dies ist jedoch nicht der Fall, und die SCL Tigers sind inzwischen wieder da angekommen, wo sie eigentlich auch in der Saison 2010/11 vermutet wurden: Auf einem der hintersten Tabellenränge.

 

Ganz aus dem Schneider lassen wir John Fust jedoch nicht. Denn leider ist der Kanada-Schweizer inzwischen fast zu sehr in Langnau angekommen. Oder anders ausgedrückt. Als Fust im Sommer 2010 die SCL Tigers übernahm, brachte er eine andere Mentalität nach Langnau. Völlig un-langnauerisch sagte er vor der Saison gegenüber FANTIGER: «Wir werden uns defensiv verbessern, und wir werden ganz andere SCL Tigers sehen als bisher!» Wie bitte? Die Experten schrieben die Tiger unisono auf den letzten Platz und faselten von Abstieg. Das ohnehin schon schwache Team hatte über den Sommer noch einige gewichtige Abgänge hinzunehmen. Und Fust sprach von «defensiv stärker» und von «einem ganz anderen Team». Er meinte dies ernst, und für den Schreibenden tönte dies wie eine Garantie. Und siehe da: Die Garantie wurde eingehalten. Und dies in einem Ausmass, wie es selbst die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten hätten.

 

Inzwischen hat John Fust das in Langnau so beliebte und hoch gelobte Bescheidenheits-Gen verinnerlicht. Er spricht nicht mehr die direkte Sprache (wir werden uns verbessern), sondern er redet um den Brei herum. Das tönt dann so: «Wir haben Fehler gemacht, und daran müssen wir arbeiten.» Oder: «Wir werden hart arbeiten, um wieder besser zu werden.» Oder: Wir werden jetzt die Videos genau analysieren, damit die Spieler ihre Fehler erkennen.» Es handelt sich bei den genannten Beispielen nicht um Originalzitate von John Fust, sondern um erfundene Beispiele, die jedoch nicht realitätsfremd sind. Und damit befindet sich der Tiger-Coach auf einem gefährlichen Weg.

 

Die nächste Stufe wäre dann bereits die Rhetorik seiner Chefs, die uns erklären,weshalb dies oder jenes nicht möglich ist. Bei John Fust müsste dann dies ungefähr so klingen: «Leider konnten wir die Mannschaft nicht verstärken. Deshalb sind keine besseren Leistungen möglich.» Oder: «Wir sind leider nicht der SCB und wir haben auch nicht das Budget von Lugano. Deshalb...» John Fust nähert sich der Rhetorik seiner Vorgesetzten immer mehr an. Und zwar genauso wie diese nach einer sensationellen Leistung. Peter Jakob mit seiner Verwaltungsrats-Crew, sowie Ruedi Zesiger mit seinen Leuten haben die Tiger aus einer schier unmöglichen Situation gerettet, und sie schafften es auf beinahe wunderbare Weise, aber vor allem mit Herzblut und Cleverness, die Ilfishalle zu sanieren. Das ist Emmentaler Tatkraft! Das haben wir der übrigen Schweiz voraus! Das macht uns stolz! Und das ist aller Ehren wert! Aber anstatt jetzt mit Selbstvertrauen hinzustehen und zu sagen, welches die nächsten Schritte sind, was jetzt erwartet wird und was möglich ist, erklären uns Zesiger und Jakob, was nicht geht und weshalb dies so ist. Peter Jakob lässt sich in der Berner Zeitung zitieren, dass ein Rückgang bei den Zuschauern und im Catering Auswirkungen auf die nächste Saison haben würde. Zitat aus der Berner Zeitung: Die erfreulichen Zuschauerzahlen in den ersten drei Heimspielen (Schnitt: 5894) würden in diesem Fall wohl sinken, und auch die Cateringeinnahmen, die bis anhin deutlich höher sind als budgetiert, würden geringer ausfallen. «Dies hätte Auswirkungen auf die nächste Saison», erklärt Jakob. Was werden da die Sponsoren denken? Die aktuellen Resultate sind miserabel. Die Zuschauerzahlen werden deshalb wohl zurück gehen, und damit auch der Umsatz an Wurst und Bier. Der Sponsor glaubt nun zu wissen, was ihn in der nächsten Saison erwarten wird. Nämlich wieder ein schwaches Team und jede Menge Frust. Und er wird sich sein Engagement wohl nochmals durch den Kopf gehen lassen.

 

Das genau Gleiche bei John Fust. Nach seinem tollen und überraschenden Erfolg mit der erstmaligen Qualifikation der SCL Tigers für die Playoffs kommt er von der direkten, fadengeraden Kommunikation ab. Er schwächt ab, wird indirekt und viel weniger verbindlich, und verliert so viel von seiner Überzeugungskraft und auch seine Glaubwürdigkeit leidet darunter. Nichts ist zu hören von: «Wir haben es einmal geschafft, wir werden das auch ein zweites Mal schaffen.» Wir wissen es alle: Es ist riskant, solche Aussagen zu machen. Gerade in Langnau, wo demjenigen, der so spricht, ein Strick daraus gedreht wird, wenn ihm nicht gelingt, wovon er gesprochen hat. Aber wenn John Fust nicht im Brustton der Überzeugung sagen kann, dass er mit seinem Team Erfolg haben wird, so wird aus dem ehemaligen Coach des Jahres ein gewöhnlichen Coach. Vielleicht hätte es Fust gut getan, über den Sommer in Kanada wieder seine frühere Rhetorik etwas aufzufrischen. Weil die Familie Fust Nachwuchs erwartete, verbrachte sie die Zwischensaison in Langnau.

 

Wie hätte sich eigentlich Peter Jakob in der Berner Zeitung zitieren lassen sollen? FANTIGER lehnt sich aus dem Fenster und legt dem Tiger-Präsidenten die Worte in den Mund, die er – aus unserer Sicht - leider nicht gesagt hat. «Die Resultate ärgern mich, auch deshalb, weil sie wohl zu einem Rückgang bei den Zuschauern und im Catering führen werden. Aber dies wird keine Auswirkungen auf die nächste Saison haben.»

 

Dies wäre eine offensive Ansage gewesen. Genauso wie bei seiner tatsächlich gemachten, defensiven Aussage hätte Jakob nicht konkret werden müssen. Wir wissen bei beiden Aussagen nicht, was diese denn konkret bedeuten. Aber die Erwartungshaltung ist bei der fiktiven Aussage bedeutend höher. Sponsoren (die meisten davon) können mit Bescheidenheit, defensiven Aussagen und Erklärungen, weshalb etwas nicht geht, nichts anfangen. Solche Aussagen sind unsexy! Sie schrecken Sponsoren ab und drücken auf den Preis.

 

Dabei ist die Ilfishalle sowas von sexy !!!!!!! Man kann dieses Werk gar nicht genug rühmen.

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