Post von Fabio Kläy

Von einem Langnauer, der auszog, die NHL zu erobern

Der 19-Jährige Fabio Kläy aus Langnau hat grosse Träume. Er möchte einmal in der NHL spielen. Um dieses Ziel zu realisieren ist er nach Portland geflogen, mit der Hoffnung seinen Traum zu verwirklichen. In loser Folge berichtet er aus Portland. Lesen sie jetzt den ersten Teil.

News • • von Markus Jutzi

 

Am Abend vor meiner Abreise nach Portland war ich voller Elan und Vorfreude. Gleichzeitig aber verspürte ich eine gewisse Nervosität und Ungewissheit in mir. Wie wird es dort wohl sein? Wird mich das Team gut aufnehmen? Fragen über Fragen die mich immer wieder beschäftigten.

 

Erst als ich mich dann von meinen Schwestern, Bruder und Freunden verabschiedet und die letzten Kleinigkeiten gepackt hatte, realisierte ich wirklich, dass am nächsten Tag das Abenteuer Amerika beginnen wird.

 

Gemeinsam mit meinen Eltern machten wir uns dann am 2. September 2013 in aller Früh, als es noch dunkel war, auf den Weg zum Flughafen in Zürich.

Zürich–Newark–Portland hiess unsere Route. Nach rund 10 Stunden Flugzeit sind wir endlich in Portland angekommen. Obwohl es bei der Ankunft in Strömen geregnet hat, war ich trotzdem sehr glücklich, es endlich geschafft zu haben.

 

Vom Flughafen aus mussten wir ungefähr 20 Minuten mit dem Auto fahren, damit wir zur Eishalle in Saco, ein bisschen ausserhalb von Portland, gelangten. Mein neuer Trainer hat uns schon erwartet. Von Beginn an war ich vom Gebäude begeistert. Nebst der Eisfläche mit mehreren Kabinen gibt es einen Kraftraum mit Kunstrasen und einer 100 m Sprint Bahn, mehrere Räume für Physiotherapie und Massage und einen Raum namens „Michael Phelps skills center“ mit 4 kleinen Schwimmbecken. Nachdem mein Trainer uns das ganze Gebäude gezeigt hatte, ging es bereits zum ersten Mal aufs Eis. Das erste Training war sehr speziell, weil alles ein bisschen anders ist. Die Eisfläche ist kleiner, die Spieler reden alle Englisch aber nichts desto trotz, liebte ich es von Anfang an in Portland zu spielen.

 

Als das erste Training vorbei war, ging ich gemeinsam mit meinen Eltern zu meiner Gastfamilie. Ich war sehr nervös auf dem Weg dorthin, weil ich nicht genau wusste was mich dort erwarten wird. Ich wurde nur informiert, dass ich mit einem anderen Spieler zusammen wohnen werde, die Familie sehr nett sei und das Haus riesig sei.

 

Als ich meine Gastfamilie dann endlich das erste Mal traf, war ich positiv überrascht. Es ist eine Familie mit zwei Mädchen (12 und 14 Jahre alt) und einem Jungen (11 Jahre alt), der ebenfalls für die Portland Junior Pirates Eishockey spielt. Die Familie lebt ein bisschen abgelegen in einem sehr schönen grossen Haus am Waldrand mit einem Swimming Pool und einem riesigen Garten, wo sich am Abend Fuchs und Haase Gute Nacht sagen. Ich fühlte mich gleich zu Beginn sofort wohl in dieser Familie und der neuen Umgebung. Mittlerweile bin ich jetzt fast ein Monat in Portland und fühle mich schon fast wie zu Hause.

 

Obwohl die Umstellung am Anfang etwas schwierig war, weil doch viele Dinge neu und vor allem komplett anders als in der Schweiz sind, konnte ich mich unterdessen sehr gut an klimatisieren. Ich bin sehr froh, dass mich die Jungs so gut ins Team aufgenommen haben und hoffe, dass wir eine sehr erfolgreiche Saison haben werden.

 

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