Warum Hockey-Karrieren immer länger dauern

Klotens Marcel Jenni (39) und Berns Martin Plüss (35) machen weiter. Langnaus Jörg Reber (39) auch – aber er weiss noch nicht, in welcher Funktion.

Presse • • von 20 Minuten online, Klaus Zaugg

Hockey-Karrieren dauern heute länger. Erstens sind die Trainingsmethoden viel besser und die medizinische Betreuung ist es auch. Hinzu kommt, dass es sich heute, anders als noch vor 20 Jahren, finanziell durchaus lohnt, noch mit 30 Jahren nicht auf den Beruf, sondern aufs Hockey zu setzen. Wie in der NHL dauern deshalb auch bei uns Hockey-Karrieren im 21. Jahrhundert länger.

 

Berns Leitwolf Martin Plüss hat seinen Vertrag bereits vor längerer Zeit um zwei Jahre verlängert (20 Minuten Online berichtete) und jetzt bestätigt Marcel Jenni, dass auch er weiter spielt. Er ist zurzeit einer von Klotens besten Stürmern und sein Tor zum 2:1 in Unterzahl gegen Langnau war ganz einfach Weltklasse.

 

Der smarte und immer noch teuflisch flinke Allrounder (kann Flügel und Center spielen) hat sich dazu entschlossen, mindestens noch eine weitere Saison anzuhängen und sagt gegenüber 20 Minuten Online: «Aber nur in Kloten. Ich wechsle nicht mehr. Wir sind uns einig. Es geht noch darum, die Vertragsdetails auszuhandeln.» Das Ziel ist ein längerfristiger Vertrag mit der Option, nach der aktiven Karriere in Klotens Nachwuchsabteilung arbeiten zu können.



«Glück, so lange spielen zu dürfen»

Auch Langnaus Verteidiger-Saurier Jörg Reber, gleich alt wie Jenni, will im Eishockey bleiben. Aber er denkt gegenüber 20 Minuten Online ans Aufhören. «Ich bin jetzt 39 und hatte das Glück, so lange spielen zu dürfen. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass ich noch eine Saison weitermache. Allerdings nur in Langnau. Ganz sicher werde ich nicht in die NLB oder in die 1. Liga wechseln. Aber ich tendiere eher dazu, nächste Saison in Langnau in der Nachwuchsabteilung zu arbeiten. Ich werde mich bald entscheiden.»

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