Unterstützt von ahnungslosen Sportjournalisten:

Zweifelhafte Elemente haben in der Krise Aufwind

Die SCL Tigers rennen momentan dem Erfolg hinterher. Bei der Suche nach Schuldigen haben zweifelhafte Elemente wie Marcel Wick Aufwind. Und einige Sportjournalisten erlauben sich Urteile über Dinge, von denen sie keine Ahnung haben.

Blog • • von Bruno Wüthrich

Wir erinnern uns gut an die E-Mails des lieben Herrn Marcel Wick, seines Zeichens CEO der Bodensee Arena. Er wandte sich in einer ersten Tranche von Mails an die Sponsoren und die Verwaltungsräte der SCL Tigers. Inhalt: Nachrede der übelsten Sorte über Wolfgang Schickli, der gerade eben zum Geschäftsführer der SCL Tigers erkoren worden war. In einer nächsten Tranche von Mails waren dann die Fanclubs dran. Auch der Schreibende hatte E-Mail – Kontakt mit dem ehemaligen Eishockey-Nationalspieler. Doch auch nach mehrmaliger Nachfrage war Herr Wick nicht in der Lage, auch nur einen einzigen Vorwurf an Wolfgang Schickli zu formulieren. Jedoch wurden die Beschimpfungen von Mail zu Mail noch ein Bisschen übler, bis der Absender merkte, dass der Empfänger dafür nicht besonders empfänglich war.

Doch nun, wo der sportliche Erfolg bei den SCL Tigers nicht wie gewünscht eintritt, zeigen die infamen Worte Wicks plötzlich Wirkung. Seine unheilvolle Saat geht nun doch noch auf. Dabei spielt es keine Rolle, dass das, was der liebe Herr Wick in seinem Mails beschrieben hat, etwas mit Schicklis Zeit in Kloten, und nichts mit der Gegenwart zu tun hat. Es spielt keine Rolle, dass es Wick nicht um die Beurteilung Schicklis als Geschäftsführer in Kloten geht, sondern um eine persönliche Abrechnung. Es spielt keine Rolle, dass Wick frustriert ist über den Umstand, dass er seine Agentenprovision für den Transfer seines Sohnes Roman (heute ZSC Lions) zu den Kloten Flyers nicht erhalten hat. Es sollen mehr als 300'000 Franken gewesen sein, die Väterchen Wick durch die Lappen gegangen sind. Viel Geld wohl gemerkt. Da würde manch einer von uns auch sauer. Doch die Provision hat Wick mit Klotens alter Führung abgemacht, und nach dem Quasi-Konkurs der Flyers, wo auch noch ganz andere Institutionen, Firmen und Personen namhafte Abstriche machen mussten, fiel halt auch diese Forderung unter den Tisch. Der Einzige, der daran etwas hätte ändern können, heisst Philippe Gaydoul. Und der wollte offenbar nicht!

 

Wicks Hass richtete sich jedoch nicht gegen Gaydoul, sondern gegen Schickli. In seiner Wut und getrieben von Rachegedanken wandte sich Wick an Schicklis neuen Arbeitsort. Er wollte dem ehemaligen Flyers- und neuen Tigers-Geschäftsführer schaden, und dabei spielte ihm die Infamität seines Handelns keine Rolle. Es spielte ihm auch keine Rolle, welchen Schaden er damit den SCL Tigers antut. Wie sich nun zeigt, hat er massiven Schaden angerichtet. Unterstützt von Tigers-Fans, die nicht wissen, was sie tun, wenn sie an Marcel Wick erinnern.

 

Denn Wick hat nicht recht! Auch dann nicht, wenn es – wie jetzt der Fall – nicht richtig laufen will bei den SCL Tigers. Das Loch, durch das wir uns aktuell gerade kämpfen, macht kein einziges von Wicks Worten auch nur einen Deut wahrer. Oder weshalb gelang es dem lieben Herrn Wick auch nach mehrmaliger Nachfrage nicht, auch nur einen einzigen konkreten Vorwurf zu formulieren. Der Chronist hat damals noch nicht einmal Beweise verlangt. Dies wäre dann erst die nächste Stufe gewesen!

 

Die Rolle der Sportjournalisten

Es geht dem Schreibenden nicht darum, zu behaupten, Wolfgang Schickli habe noch nie einen Fehler gemacht, oder alles was er tue sei richtig. Ich bin auch dafür, dass man Fehler benennen und diskutieren darf, sei dies in der Presse oder sei dies auf den Pinboards dieser Welt. Aber ein Bisschen Gehalt sollte halt schon dahinter stecken. Ein Bisschen Wissen, von was man redet oder schreibt, wäre gut. Dies würde vor allem vielen Sportjournalisten gut anstehen, vor allem wenn sie über die wirtschaftliche Seite oder das Management einer Sportunternehmung schreiben wollen. Da stossen einige aus dieser Gilde – und das merkt man in Gesprächen gut – recht rasch an ihre Grenzen und sind überfordert. Solche Leute urteilen dann bloss noch vom Hörensagen, wie beispielsweise Dino Kessler vom Blick. Kessler war ein guter Eishockeyspieler und wie Marcel Wick vielfacher Nationalspieler. Aber obwohl sich Kessler beim Blick zum «Chef Eishockey» empor intrigiert hat, wird er wohl im Leben nie ein guter Journalist. Sein Artikel von dieser Woche zeugt davon. Dieses Elaborat trieft nur so vor Nachrede. Etwas umformuliertes «Copy paste» und Null eigene Recherche. Nur stinkfaule Journalisten arbeiten so!

 

Fans der SCL Tigers tun gut daran, kritisch zu sein. Dies war schon immer so, dies ist heute so, und so soll es auch bleiben. Aber bevor wir zweifelhaften Subjekten wie Marcel Wick oder Dino Kessler aufsitzen, gilt es, das Hirn einzuschalten. Es war schon immer besser, wenn wir selbst hinschauen. Und nicht ausgerechnet diejenigen «hinschauen» lassen, die nichts davon verstehen, oder die sich von persönlichen Abrechnungen fehlleiten lassen.

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