Nach dem grossartigen Sechs-Punkte-Wochenende:

Kann Langnau auch in Fribourg punkten?

Die SCL Tigers befinden sich in einer tollen Form. Zuletzt wurde dies mit einem formidablen Wochenende (6 Punkte) eindrücklich unter Beweis gestellt. Können die Emmentaler auch gegen Gottéron gewinnen? Es winkt ein näheres Heranrücken an vor ihnen liegende Klubs.

Der ist drin! Es ist das 3:0 der SCL Tigers gegen den EHC Biel. Wie schon beim 1:0 heisst der Torschütze Saku Mäenalanen (kniend unten links), der zudem noch zum 2:0 assistiert hat. Bild: Susanne Bärtschi.

 

Es ist nicht nur das letzte Wochenende. Von den letzten 10 Spielen wurden deren sechs gewonnen. Das ist für einen Klub aus der Tabellenregion, in welcher sich die Emmentaler befinden, eine hervorragende Performance. Sie halten damit die hinter ihnen liegenden Teams Kloten, Biel, Bern und Ambri auf Distanz. Am nächsten ist der EHC Kloten dran (- 4 Punkte, bei Punktgleichheit wären die Langnauer vorne). Biel und Bern folgen mit 6 Punkten Abstand.

Das ist natürlich alles noch aufzuholen. Immerhin sind immer noch 16 Runden zu spielen. Doch die Tiger machen einen gefestigten Eindruck. Die beiden diskussionslosen Siege am vergangenen Wochenende realisierten sie mit lediglich vier Ausländern. Das ist nur möglich mit einem gut eingestellten Team mit gesundem Selbstvertrauen. Seit dem Spiel gegen den EHC Biel ist auch das Torverhältnis zum ersten Mal in dieser Saison positiv. Auch wenn dies zum jetzigen Zeitpunkt eine vernachlässigbare Grösse darstellt, ist es halt doch auch ein Qualitätsmerkmal.

Aber auch Mannschaften wie der EVZ (+ 8 Punkte), Rappi und die ZSC Lions (je + 8) sind für die Emmentaler nicht mehr unerreichbar. Derzeit sind die genannten Teams ungefähr im Gleichschritt mit den Langnauern unterwegs, und noch deutet nicht viel darauf hin, dass sich eines davon einholen lassen könnte. Aber genauso, wie es möglich ist, dass die Tiger noch aus dem Play In verdrängt werden, ist es auch möglich, zumindest eine vor ihnen liegende Mannschaft noch abzufangen. Schon nur ein einziger Ranggewinn würde die Chancen, die Saison mit einer erneuten Qualifikation für die Playoffs zu krönen, massiv erhöhen. 

Noch etwas Statistik

Ich habe mir mal ein paar Statistiken angeschaut. Da ist mir aufgefallen, dass Juuso Riikola von allen Verteidigern der National League den zweitbesten Punkteschnitt pro Spiel aufweist (0,9). Weil er lediglich 20 Spiele bestreiten konnte, ist er trotzdem nicht so weit vorne in der Skorerliste. Die besten Plus/Minus – Bilanzen der Mannschaft weisen Santtu Kinnunen, Saku Mäenalanen und Noah Meyer (je +8) auf. Topskorer André Pettersson kommt auf +7, Dario Rohrbach und Hannes Björninen kommen auf je +6. Auffallend ist, dass alle Ausländer und auch die Teamleader mit Schweizer Lizenz eine positive Bilanz aufweisen. André Pettersson liegt mit seinen 33 Punkten (19 Tore, 14 Assists) gegenwärtig auf Rang 6 der nationalen Skorerliste. Kein anderer Spieler der Liga hat mehr Tore erzielt. Liga Topscorer Théo Rochette vom HC Lausanne (38 P) und die Nr. 3 der Liga, Matej Stransky vom HCD (37 P) kommen ebenfalls auf 19 Tore. Zweitbester Langnauer Torschütze ist mit 10 Toren Harri Pesonen, danach folgen mit je 9 Treffern Dario Rohrbach, Julian Schmutz und Jérôme Bachofner. Derweil sind Dario Rohrbach (18 Assists, 27 Punkte), Sakku Mäenalanen (15 / 23) und Santtu Kinnunen (15 /19) Langnaus beste Assistgeber.

Nun gegen Fribourg-Gottéron

Spiele gegen Gottéron können mitunter zu den schwierigsten gehören. Zumal wenn diese in der heimischen BFC-Arena antreten dürfen, Doch die Freiburger gehörten in jüngster Vergangenheit zu den Lieblingsgegnern der Langnauer.

In der Saison 2023/24 gewannen die Tiger beide Auswärtspartien, verloren jedoch zwei Mal zuhause. In der letzten Saison gingen alle vier Partien an die Emmentaler. In der aktuellen Spielzeit verlor man in Fribourg mit 2:5, fegte aber die gleiche Mannschaft in der heimischen Halle gleich mit 6:0 vom Feld.

Dieses krasse Resultat dürfte die unterlegene Mannschaft zusätzlich anstacheln. Das können die Saanestädter unmöglich auf sich sitzen lassen. Langnau dürfte also gewarnt sein, tritt aber wiederum mit dem Selbstvertrauen eines Siegerteams an. Gottéron muss den Ausfall seines Topscorers Marcus Sörensen (8 T. / 24 A / 32 P) verkraften. Langnau wird weiterhin auf einen Ausländer (Hannes Björninen) verzichten müssen. Harri Pesonen dürfte wieder auflaufen.