Die Fankurve zügelt nach Osten

Orientierung der SCL Tigers: GLB-Tribüne, Gebäudekauf und Fan-UmzugDie GLB finanziert die Südtribüne, Ernst Kühni kauft das Hutmacher-Haus, und die Fankurve wird vergrössert und zügelt nach Osten. Dies sind die wichtigstenm Erkenntnisse aus der O

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Die GLB (Genossenschaft für leistungsorientiertes Bauen) finanziert die Sanierung der Ilfistribüne. Auch die Südseite der Ilfishalle, bei welcher die Stehplätze im unteren Stock wegen der Stützpfosten zuweilen nur das halbe Spielfeld sehen, und in deren oberem Stock die VIP-Tribüne ihren Besuchern ebenfalls nicht freie Sicht auf den Eisrink erlaubt, wird saniert. Walter Gerber ist Geschäftsführer der GLB un d zudem Verwaltungsrat der SCL Tigers. Dazu Ruedi Zesiger: «Die Sanierung der Südtribüne war zuerst so nicht vorgesehen. Aber wir haben unsere Planer um Idseen und Kostenvoranschläge gebeten, und weil Walter Gerber danach fand, dies sei etwas für die GLB, hat er deren Entscheidungsträger überzeugt.» Genau wie die Firma Jakob AG um Tigers-Verwaltungsratspräsident Peter Jakob wird auch die GLB die Ilfistribüne, welche ab 2012 GLB-Tribüne heissen wird, zur freien Nutzung zur Verfügung stellen. Im Gegenzug tritt die GLB als Sponsor auf. Im Mietvertrag und der Sponsoringvertrag steht der gleiche Betrag. Es wird kein Geld fliessen.

 

Auch Ernst Kühni springt ein

Die SCL Tigers haben noch mehr Verwaltungsräte. Ernst Kühni ist Mitinhaber der Zimmerei Kühni AG in Ramsei. Er kauft das Hutmacher-Haus und wird es ebenfalls den SCL Tigers zur freien Nutzung zur Verfügung stellen. Noch ist nicht ganz klar, wie genau das Gebäude genutzt wird. Vorstellbar ist, dass das Parterre für die gastronomie genutzt wird, und in den oberen Stockwerken die Geschäftsstelle der SCL Tigers eingerichtet wird. In der ersten Saison wird das Haus das Fandorf ersetzen.

 

Ambitioniertes Vorhaben

Die Sanierung muss unter unglaublichem Zeitdruck realisiert werden. Im Januar 2012 muss die Baubewilligung vorliegen, für den Rohbau stehen ganze 12 Wochen zur Verfügung, die Anhebung des Daches muss in 21 Tagen realisiert werden. Das Dach wird angehoben, damit von jedem Platz freie Sicht auf das ganze Spielfeld gewährleistet ist. Drei Krans werden im Einsatz sein, und die ganze Bauphase wird durch zwei Internet-Kameras begleitet, damit sich jeder vom jeweiligen Fortschritt überzeugen kann. Dazu werden periodisch an Samstagen bei Bratwurst, Bier etc. Führungen durch die Baustelle organisiert, bei welchen sich die Interessierten vor Ort ein Bild machen können.

 

Fankuve zügelt

Die Fankurve wird künftig deutlich ausgebaut. 1'600 Fans werden künftig hinter dem Tor stehen. Weitere 400 werden gleich anschliessend auf der Ilfistribüne stehen. Dies gibt im optimalen Fall 2'000 Fans, welche die SCL Tigers zum Sieg schreien können. Man stelle sich das Spektakel vor, wenn die ganze Kurve aus vollen Kehlen das Hoo hoo hopp Langnau schreit. Lange Gesichter gab es bei einigen Fan-Vertretern, als angekündigt wurde, dass die Fankurve auf die Bärausseite verlegt werden soll. Denn eine Kurve bedeutet immer auch Heimat. Der Fan ist in seiner Kurve zuhause. Zudem wurden Bedenken wegen der Choreos und vor allem wegen der Blockfahnen laut, für deren Produktion hunderte von Stunden Fan-Arbeit eingesetzt wurden, und deren Masse auf die neue Kurve nicht mehr passen werden. Aber trotz Herzschmerz ist bei den Fans auch Einsicht spürbar. Stefan (Hoschi) Hostettler war zwar der Herzschmerz deutlich anzusehen, aber er gab zu erkennen, dass er das ambitionierte Projekt niemals gefährden würde. Sandro Flühmann von den Yellow Red Devils äusserte sich sogar dezidiert zu Gunsten eines Wechsels. Auch er sicherlich schweren Herzens. Tatsache ist, dass die neue Kurve grosse Herausforderungen, aber auch grosse Chancen bringt. Wir packen es an.

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