SCL Tigers - Hockey-Thurgau 4:0 (1:0, 3:0, 0:0)

Diesmal keine Probleme gegen Hockey-Thurgau

Die SCL Tigers revanchierten sich für die Niederlage nach Penaltyschiessen vom 13. September und schlugen Hockey-Thurgau verdient mit 4:0 Toren. Thomas Nüssli glänzte als dreifacher Torschütze.

Spielbericht • • von Bruno Wüthrich

 

Thomass Nüssli 2Eigentlich war es nicht mehr als die Erledigung einer Pflichtaufgabe, die drei Punkte gegen Christian Webers Hockey-Thurgau einzufahren. Doch manchmal haben es eben gerade solche «Pflichtaufgaben» in sich. Denn da steht immer auch ein Gegner, der ebenfalls Pflichten hat. Pflicht von Hockey-Thurgau war es, den SCL Tigers das Leben so schwer wie möglich zu machen. Doch so richtig gelingen wollte ihnen dies nicht.

 

Im ersten Spielabschnitt musste man gar befürchten, heute ein langweiliges Spiel geboten zu bekommen. Die Langnauer kontrollierten ie Partie, liessen kaum etwas zu, machten jedoch offensiv trotz Überlegenheit zu wenig. Doch Thomas Nüssli sorgte bereits in der 4. Minute für die frühe Führung, und lenkte damit die Partie in die richtigen Bahnen. Ab diesem Zeitpunkt schien es, als müsste es mit dem Teufel zu und her gehen, damit die Tiger dieses Spiel noch verlieren.

 

Doch im zweiten Drittel machten die Langnauer dann doch noch Musik. Minutenlang schnürten sie teilweise die Gäste in deren Zone ein, vernachlässigten jedoch trotz dieser Offensivpower ihre defensiven Pflichten nicht. Bemerkenswert waren die beiden Tore zum 3:0, welches in Überzahl erzielt wurde, und zum 4:0. In beiden Fällen führte eine blitzschnelle Kombination der Linie mit Chris DiDomenico, Tobias Bucher und Thomas Nüssli zum Torerfolg. Der dreifache Schütze Thomas Nüssli kommentierte die Situationen so: «Manchmal muss man einfach nur noch drauf halten, nach dem Motto, entweder geht der jetzt rein, oder halt nicht. Tobias Bucher hat mir die Scheibe bei allen drei Toren jeweils pfannenfertig aufgelegt.»

 

Die neu formierte Linie kam nur deswegen zustande, weil Sandro Moggi wegen einer Handverletzung für einige Zeit ausfällt. Doch in der neuen Zusammensetzung harmoniert die Formation so gut, dass dies eine Option für die Zukunft ist. Auch in Martigny war diese Linie für zwei Treffer verantwortlich. Nüssli glänzte da mit zwei Aassists. «Ich fühle mich in dieser Formation sehr wohl», bestätigt der vom heutigen Gegner auf diese Saison hin zu den Emmentalern gestossene. «Aber ich fühle mich auch in andern Formationen wohl. Hier in Langnau sind die Lasten breit abgestützt, und lasten nicht nur auf zwei oder drei Schulterpaaren. Hier können alle Linien Spiele entscheiden.»

 

Die SCL Tigers sind nach der Niederlage in Martigny (4:5 nach Penaltys) schnell wieder auf die Siegesstrasse zurück gekehrt. «Manchmal schadet eine Niederlage nichts», meinte Nüssli. «Vor allem dann nicht, wenn man daraus die Lehren zieht.» In der heutigen Partie liessen die Tiger auf jeden Fall nichts anbrennen. Der Sieg ist auch in dieser Deutlichkeit verdient, und hätte auch noch höher ausfallen können.

 

 

SCL Tigers - Hockey-Thurgau 4:0 (1:0, 3:0, 0:0)

 

Ilfishalle, 4'924 Zuschauer. SR: Peer, Jêtzer/Tschenelt. Tore: 4. Nüssli (Bucher) 1:0. 25. Hecquefeuille (Haas) 2:0. 29. Nüssli (Bucher, DiDomenico, Ausschluss Andersons) 3:0. 33. Nüssli (Bucher, Didomenico) 4:0. Strafen: 8-mal zwei Minuten gegen die SCL Tigers, 7-mal zwei Minuten gegen Thurgau.

 

SCL Tigers: Croce; K. Lindemann, Hecquefeuille; Müller, Stettler; Ronchetti, Zryd; Flückiger; S. Lindemann, C. Moggi, T. Gerber; Bucher, DiDomenico, Nüssli; Haas, A. Gerber, Haberstich; Wyss, Albrecht, Schlapbach.

 

Thurgau: Schwendener; Profico, Roos; Winkler, Büsser; Kühne, Maier; F. Lemm, Damon, Irmen; Bahar, Küng, Mettler; Andersons, A. Lemm, Rohner; Hüsler, Urech, Fuhrer.

 

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Rexha, Bärtschi, Gustafsson, S. Moggi, Sterchi, Rüegg (alle verletzt). Thurgau ohne Nyffeler, Blasbalg, Weber, Bloch (alle verletzt, Wichser, Bischofberger (beide krank).

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