Playout-Final, 5. Spiel: EHC Biel - SCL Tigers 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

SCL Tigers schaffen das Break !!!

Was nach den ersten beiden Spielen in Biel kaum für möglich gehalten wurde, ist eingetroffen. Den SCL Tigers gelingt mit dem 3:1 Sieg das Break im Seeland. Sie führen in der Serie mit 3:2 und haben nun zwei Matchpucks für den Ligaerhalt.

Spielbericht • • von Bruno Wüthrich

Hier erzielt Thomas Nüssli das wichtige 2:1 für die SCL Tigers. Die Nr. 88 ist wegen seiner Reichweite, die er des Öftern voll ausnutzt, wenn er alleine auf das gegnerische Tor losstürmt, für den Torhüter fast nicht auszurechnen. Hier beschränkt sich Nüssli darauf, den Puck zwischen den Beinen von Lukas Meili durch zu schieben. FANTIGER meint: Cool gemacht! Bild: Susanne Bärtschi

 

Natürlich kann man immer sagen, was wäre, wenn bei dieser oder jener Szene der Puck rein gegangen wäre, wenn ein Bieler eine der nicht sehr zahlreichen Chancen genutzt hätte. Tatsache ist, dass wir nicht wissen, was gewesen wäre, und dass Biel eben die paar Chancen, die es zweifellos hatte, nicht nutzen konnte. Tatsache ist auch, dass die SCL Tigers dieses fünfte Spiel des Playout-Finals auswärts in Biel sehr verdient gewonnen haben. Die Langnauer waren das bessere Team, liessen vor dem eigenen Tor nicht viel zu und schafften es zu jeder Zeit, ihren Gegner auch vor dessen Tor zu beschäftigen.

 

Natürlich half auch die frühe Führung. Yannick-Lennart Albrecht realisierte sie bereits in der 4. Minute nach Vorarbeit von Kevin Clark und Thomas Nüssli. Erstmals in dieser Serie gelang es den Langnauern, auswärts in Führung zu gehen. Diese hielt bis in die 25. Minute, in welcher der in dieser Serie erstmals eingesetzte Matthieu Tschantré in Überzahl nach einer schönen und schnellen Kombination mit Robbie Earl und David Moss den Ausgleich erzielte.

 

Wie bereits am vergangenen Samstag gelang es danach den SCL Tigers, Biel den Schwung des Ausgleiches gleich wieder zu brechen. Die Tiger spielten weiter, wie wenn nichts geschehen wäre. In der 32. Minute lancierte Kévin Hecquefeuille auf magistrale Art seinen Teamkollegen Thomas Nüssli, der allein auf Biel-Hüter Lukas Meili loszog und arschcool verwandelte. Diese zweite führung sollten die Tiger in der Folge nicht mehr abgeben.

 

Captain Martin Stettler analysierte den Sieg seiner Mannschaft so: «Endlich gelang es uns, auch auswärts das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Wichtig war für uns der frühe Führungstreffer. Ich denke, wir haben heute eine gute Leistung gezeigt.»

 

Damit hat Stettler zweifellos recht. Doch die Frage stellt sich, weshalb denn eine derart grosse Differenz zwischen den beiden ersten Auftritten an gleicher Stätte zum heutigen Spiel zustande kommen konnte. «Bereits unser erstes Spiel in Biel war lange Zeit nicht so schlecht. Einzig letzten Donnerstag waren wir von A - Z ungenügend. Doch unter dem neuen Coach Scott Beattie sind wir wieder zu einer richtigen Familie zusammen gewachsen, in welcher Jeder für Jeden läuft. Wir haben uns, mit Ausnahme dieses einen Spieles, kontinuierlich gesteigert.»

 

Die SCL Tigers haben am Donnerstag in Langnau die erste von zwei Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Sie hätten sich dann aus eigener Kraft bereits im Playout-Final gerettet. Es kann aber auch sein, dass der HC Ajoie bereits morgen Dienstag die Finalserie um die NLB-Meisterschaft gewinnt. In diesem Fall würde zwar die Playout-Finalserie zwischen Biel und Langnau zu Ende gespielt, doch die ganz grosse Brisanz wäre dann entschwunden. Umso wichtiger, dass die Tiger heute gewannen. Gewinnt nämlich Ajoie morgen in Rapperswil die Serie, so liegen die SCL Tigers in ihrer Serie zu diesem Zeitpunkt in Führung. Niemand könnte dann sagen, die Langnauer hätten den Ligaerhalt nur deshalb geschafft, weil das «falsche» Team NLB-Meister geworden sei. Das Break in Biel ist jetzt realisiert!

 

Playout-Final, 5. Spiel: EHC Biel - SCL Tigers 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

 

Tissot Arena Biel, 6'319 Zuschauer. SR: Kurmann/Massy, Kovacs/Tscherrig. Tore: 4.Albrecht (Clark, Nüssli) 0:1. 25. Tschantré (Earl, Moss, Ausschluss Müller) 1:1. 32. Nüssli (Hecquefeuille) 1:2. 60. (59.53) S. Lindemann (Hecquefeuille, ins leere Tor) 1:3. Strafen: 6-mal zwei Minuten gegen den EHC Biel, 8-mal zwei Minuten gegen die SCL Tigers.

 

EHC Biel: Meili; D. Sutter, Huguenin; Dufner, N. Steiner; Wellinger, Fröhlicher; Jelovac, Maurer; Moss, G. Haas, Lüthi; Rossi, Olausson, Tschantré; Dostoinov, Dünner, Joggi; Schmutz, Earl, Herburger.

 

SCL Tigers: Ciaccio; Koistinen, Stettler; Hecquefeuille, Ronchetti;Zryd, A. Gerber; Müller, K. Lindemann; Nüssli, DiDomenico, Clark; Bucher, C. Moggi, S. Moggi; Berger, Albrecht, Wyss; S. Lindemann, Chiriaev, L. Haas.

 

Bemerkungen: Biel ohne Fey, Jecker, Spylo, F. Sutter, Berthon, Rytz, Rouiller, Wetzel, Macenauer, D. Steiner, Ehrensperger. SCL Tigers ohne Wilson, Campbell, Murray, Gustafsson, Bärtschi (alle verletzt), Gossweiler, Currit, Sterchi, Nyffeler, Weisskopf, T. Gerber (alle überzählig). 52.23: Timeout SCL Tigers. 57.44: Timeout EHC Biel. EHC Biel ab 59.59 ohne Torhüter.

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