Jetzt wieder einheimische Kost, aber mit Hochspannung:

Für die SCL Tigers ist vieles möglich

Die Olympischen Spiele 2026 sind Geschichte. Die Mannschaften der National League nehmen den Spielbetrieb wieder auf. Bereits heute Abend steht eine Vollrunde auf dem Programm, wobei die SCL Tigers auswärts beim Leader HC Davos antreten müssen. Ein schwieriger Start in den Rest der Saison.

Blog • • von Bruno Wüthrich

Es gibt Gründe zu sagen, dass jetzt die wichtigsten Spiele der Saison folgen. Das gilt insbesondere für die Mannschaften auf den Rangen sieben bis elf, die da sind: Rapperswil-Jona Lakers (7. / 67 P), EV Zug (8. / 67), SC Bern (9. / 64), SCL Tigers (10. / 64) und den EHC Biel (11. / 59). All diese Teams haben 46 Spiele absolviert, haben also in dieser Qualifikation noch je 6 Spiele zu bestreiten.

Stimmt die Aussage, dass jetzt die wichtigsten Spiele folgen. Ja und Nein. Ja deswegen, weil es jetzt für diese Mannschaften um sehr viel geht. Zwar ist für jedes dieser Teams der Zug in Richtung direkter Qualifikation für die Play Offs bereits abgefahren, aber die definitive Quali für das Play In noch nicht gesichert. Zudem spielt es eine nicht unbedeutende Rolle, auf welchem Rang man sich für das Play In qualifiziert. Es ist noch alles möglich. Selbst für den EHC Biel, welcher derzeit fünf Punkte hinter Rang 10 liegt. Für die Seeländer ist es lediglich unwahrscheinlich, dass sie das Play In noch auf einem der beiden besseren Plätzen erreichen. Aber für Rang 10 oder gar 9 könnte es reichen. Weg von den begehrten Play In – Rangen sind der EHC Kloten (12. / 53) und der HC Ambri-Piotta (13. 52). Für diese beiden Mannschaften geht es darum, das Play Out zu vermeiden.

Nein deswegen, weil bereits zuvor – über die ganze Qualifikation – jedes Spiel drei Punkte zählt. Für den HC Davos sind die restlichen sechs Spiele nur noch dazu da, für die Play Offs eine möglichst gute Form aufzubauen. Zwar sind die Bündner theoretisch noch vom Leaderthron zu verdrängen, doch 14 Punkte Vorsprung bei maximal noch 18 möglichen Punkten wird das Team Von Coach Josh Holden nicht mehr aus der Hand geben. Rangtechnisch sind also die restlichen sechs Spiele für den HCD ohne jede Relevanz, weil die nötigen Punkte schon vorher realisiert wurden. Es geht hier also erst in den Play Offs wieder um die Wurst. Ganz anders als bei den Mannschaften zwischen Rang sieben und elf.

Nachfolgend das Restprogramm aller in diesen Strichkampf involvierten Mannschaften

Restprogramme

Datum Lakers EVZ SCB Tigers Biel
           
24.2. GSHC (h) HCFG (h) Kloten (h) Davos (a) Lugano (a)
27.2. HCFG (h) Biel (a) GSHC (a) Kloten (a) EVZ (h)
28.2. Tigers (a) Ambri (h) Biel (h) Lakers (h) SCB (a)
5.3. Kloten (h) SCB (a) EV Zug (h) HCFG (h) GSHC (a)
7.3. EVZ (a) Lakers (h) Ambri (a) Biel (a) Tigers (h)
9.3. HCAP (h) Lugano (a) HCFG (h) ZSC (h) HCD (a)
           
  4xh / 2xa 3xh / 3xa 4xh / 2xa 3xh /2xa 2xh / 4xa

Daraus eine Prognose zu kreieren, ist schwierig. Mit je vier Heim und nur zwei Auswärtsspielen haben die Lakers und der SC Bern in dieser Hinsicht leichte Vorteile und der EHC Biel mit bloss noch zwei Heimspielen einen leichten Nachteil. Die Restprogramme sind jedoch für alle schwer. Wahrscheinlich ist, dass es im Kampf um die Positionen ganz eng wird, und dass es der EHCB schwer haben wird, das Play In noch zu erreichen.