Auch die anderen Beteiligten siegen, aber
Langnau hält dagegen im Kampf am Strich
Es rockt und rollt um den unteren Strich herum. Bern, Kloten und Biel holen allesamt drei Punkte. Gut, dass die Langnau in Ambri ebenfalls gelingt. Es ist der mittlerweile siebte Sieg in Serie gegen die Leventiner. Torhüter Luca Boltshauser feiert einen Shutout.
Im letzten Spiel des Jahres ist eine der beiden Serien gegen die Klubs aus dem Tessin gerissen. Lugano holte sich in Langnau nach sechs Niederlagen in Serie wieder mal einen Sieg. Im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel hätte auch der HC Ambri-Piotta die Gelegenheit gehabt, seinerseits nach sechs Niederlagen in Serie gegen die Emmentaler wieder einmal zu siegen. Doch den Tigern gelang es, diese Serie weiter auszubauen. Derweil sind die Nordtessiner in der Krise. Wenn das so weiter geht, könnte dies für den Traditionsklub noch bitter enden.
Langnau musste auf Hannes Björninen (verletzt) und Harri Pesonen (krank) verzichten und trat lediglich mit vier Ausländern an. Björninen fällt ausgerechnet in dieser wichtigen Phase sechs bis acht Wochen aus. Er hat sich im Spiel gegen Lugano, das er zu Ende spielte, bereits im ersten Drittel verletzt. Im Januar haben die Tiger insgesamt 12 Spiele zu bestreiten. Gut, dass der Auftakt geglückt ist. Zudem wird ein ausländischer Stürmer als Ersatz gesucht.
Derzeit ist es wichtig, dass die Emmentaler regelmässig punkten. Denn die direkte Konkurrenz tut dies ebenfalls. Immerhin: das Selbstvertrauen stimmt. Spielentscheidend in Ambri war die defensive Leistung. Zudem zog Luca Boltshauser einen starken Abend ein.
Noch ein Wort zu den beiden Torhütern. In der letzten Saison hing es lange Zeit von Stéphane Charlin ab, ob die Tiger siegten oder verloren. Es war lange Zeit nicht die Saison von Boltshauser, der, so wie es schien, auch mit dem Selbstvertrauen zu kämpfen hatte. Die Führung der Emmentaler hielt aber am Zürcher fest, verlängerte sogar den Vertrag, und Boltshauser zahlt dies nun mit starken Leistungen zurück. Mit Robin Meyer haben sich die Emmentaler zudem einen sehr, sogar überraschend starken Ersatz für Charlin geholt. Auf der Position der Torhüter sind die Langnauer somit mindestens ähnlich stark besetzt wie letzte Saison.
Am Samstag Abend folgt das kapitale Heimspiel gegen den EHC Biel. Gegen die Seeländer resultierten in der bisherige Saison zwei Niederlagen. Höchste Zeit also für den ersten Sieg, auch weil dieser Gegner dann vorerst wieder etwas zurückgebunden wäre, während er mit einem Punktemaximum an den Langnauern vorbeiziehen würde. Wie wir gesehen haben, pflegen Serien irgendwann zu reissen. Die Einen früher, die Anderen später. Am 19. Dezember feierten die Langnauer in Genf ihren ersten Sieg, vier Tage später beendete dann Lugano in Langnau seine negative Serie. Biel hat eine starke Offensive. Es wird also – wie bereits gegen Ambri – eine tadellose Defensive brauchen, um zu bestehen.
Seit dem Spiel gegen Ambri hat Langnau zum ersten Mal in dieser Saison kein negatives Torverhältnis mehr. Es steht aktuell bei 99:99. Es könnte nicht ganz unwichtig sein, dass das Team von Coach Paterlini sein 100. Tor eher scheisst, als dass es dieses erhält.
