Wichtiger Auswärtspunkt beim formstarken HC Lugano:

Penalty-Hattrick von Julian Schmutz reichte nicht zum Sieg

Was für ein Spiel in Lugano, wo sich die Einheimischen und die SCL Tigers ein packendes Duell bis ins Penaltyschiessen lieferten. Vom 0:2 über 3:2 und schliesslich zum 3:4 nach Penaltys wechselte jeweils die Führung. Im Penaltyschiessen reichte der Hattrick von Julian Schmutz nicht zum Sieg, weil Calvin Thürkauf vier Penaltys versenkte.

Spielbericht • • von Bruno Wüthrich

Wann hat man sowas schon gesehen. In Lugano lieferten sich mit dem HCL und den SCL Tigers zwei formstarke Mannschaften ein intensives und an Spannung kaum mehr zu überbietendes Duell, das in einer Punkteteilung mit einem etwas besseren Ende für die einheimische Mannschaft endete. Diesen einen Punkt haben sich die Emmentaler redlich verdient. Eventuell werden sie sich etwas ärgern, weil Luganos Ausgleich erst 3,5 Minuten vor Ende der Partie fiel. Dieser war jedoch Massarbeit: Schuss von der blauen Linie von David Aebischer, Ablenker von Dario Simion direkt ins Kreuz. Da war nichts zu machen. Zuvor wendeten Dario Allenspach (32.), Flavio Schmutz (41.) und Dario Rohrbach (49.) einen 0:2 Rückstand in einen 3:2 – Vorsprung. Das Penaltyschiessen gehört in dieser Saison jedoch noch nicht zu den Stärken der Emmentaler, denn lediglich Julian Schmutz traf. Er trat als letzter Langnauer Schütze an und glich den zuvor durch Calvin Thürkauf eingehandelten Rückstand aus. Da der letzte Schütze Luganos am Pfosten scheiterte, ging es auch da in die Verlängerung. Den Rest der Geschichte kennen wir.

Dieser eine Punkt in Lugano könnte für die Langnauer noch wichtig werden. Die Mannschaft wirkt gefestigt und hat in dieser Verfassung nicht nur gegen jeden Gegner eine realistische Siegchance, sondern man darf sogar regelmässig Siege und Punktgewinne erwarten. Die 59 Punkte zehn Runden vor Ende  der Qualifikation sind ein guter Wert. Um das Play In sicher zu erreichen, sind 70 Punkte nötig. Um darin zwei Chancen zu erhalten, wären 75 Punkte gut. In ihren restlichen zehn Partien können die Langnauer noch sechs Mal vor eigenem Anhang antreten, wo sie zuletzt ziemlich erfolgreich waren (fünf Siege in den letzten sechs Heimspielen). Am kommenden Freitagabend folgt in Langnau die Partie gegen den HC Ajoie. Punkteverlust verboten!

Danach die restlichen Gegner in dieser Qualifikation: 24.1. EV Zug (a), 27.1. SC Bern (h), 31.1. Ambri (h). Dann nach der Olympiapause: 24.2. HC Davos (a), 27.12. Kloten (a), 28.2. Rapperswil (h), 5.3. Gottéron (h), 7.3. Biel (a), 9.3. ZSC Lions (h). 

Wenn die Mannschaft von Headcoach Thierry Paterlini ihre gute Form über die Olympiapause retten kann, liegt in dieser Saison einiges drin.