Makellose Leistung:
SCL Tigers spielen zu Null gegen Genf und schliessen zu Rang 8 auf
Zwei Tage nach der ärgerlichen Niederlage nach Penaltys lassen die Tiger gegen Tabellendritten nichts anbrennen und gewinnen mit 3:0. Damit schliessen die Emmentaler punktemässig zum EV Zug auf und selbst die Lakers auf Rang 7 sind noch auf Schlagdistanz.
Noch vor zwei Tagen ärgerte uns der HC Ajoie. Trotz drückender Überlegenheit der Tiger erkämpften sich die Ajoulots den Sieg nach Penltyschiessen und knöpfte den formstarken Langnauern zwei wichtige Punkte ab. Lediglich zwei Tage später beschenkte sich der HC Ajoie selbst gleich noch einmal und gleichzeitig auch das Team von Coach Thierry Paterlini, indem er auswärts dem EV Zug gleich alle drei Punkte abknöpfte (4:2 - Auswärtssieg). Nun weisen sowohl die SCL Tigers wie auch der EVZ 58 Punkte aus. Da Topscorer André Petersson & Co. gegen die Innerschweizer alle drei bisherigen Spiele gewonnen haben, liegen sie bei Punktgleichheit vorne. Zug hat allerdings noch eine Partie mehr zu bestreiten.
Langnau zeigte sich gegen Genf von Beginn weg diszipliniert, aufsässig, kämpferisch und auch spielerisch auf der Höhe. Seit dem Spiel gegen Ajoie wissen wir, dass die Tiger auf drei sehr starke Torhüter zählen können. Von seiner Krankheit noch nicht zu 100 Prozent genesen, machte Luca Boltshauser in Pruntrut den Backup, obwohl auch Robin Meyer krankheitshalber fehlte. Gegen Genf hütete jedoch wieder Boltshauser den Langnauer Kasten, und er tat die in grossartiger Manier. Völlig zurecht wurde er nach seinem Shutout zum besten Spieler seiner Mannschaft gewählt. Auf der Gegenseite zeigt auch Stéphane Charlin, sein Torhüterkollege aus der letzten Saison, eine starke Leistung, konnte jedoch damit die Niederlage seiner Mannschaft nicht verhindern.
Der von seiner Verletzung wieder genesene und in dieser Partie sein Comeback gebende Langnauer Topscorer André Peterson eröffnete in der 27. Minute das Score und war damit gleich der Matchwinner. Mit seinen 21 Toren ist er Liga-Toptorschütze. In der nationalen Scorerliste steht er auf Rang 8, lediglich drei Punkte von der Spitze entfernt. In der Rangliste «Punkte pro Spiel» steht er mit seinen 1,06 Treffern pro Partie gemeinsam mit dem HCD Topscorer Matej Stransky an der Spitze. Wahrlich ein Spitzentransfer, der Sportchef Pascal Müller da gelungen ist. Fast noch erstaunlicher, dass es ihm gelungen ist, den Vertrag mit Petersson zu verlängern. Übrigens: In dieser Rangliste ist Juuso Riikola mit seinen 0,84 Punkten pro Partie immer noch der zweitbeste Verteidiger der Liga.
Die Langnauer sind trotz solcher spielerischer Topshots nachwievor schwierig auszurechnen. Denn gleich sieben Spieler weisen einen Punktestand von 20 oder mehr Punkten aus, und weitere sieben Spieler stehen bei 10 – 19 Punkten. Wie viel dies wert ist, sieht man an der Konkurrenzfähigkeit der Mannschaft selbst bei wichtigen Ausfällen.
Die weiteren Torschützen in der Partie gegen Genf-Servette sind Santtu Kinnunen, der in der 43. Minute einen Abpraller von Stéphane Charlin aus der Luft abnahm und ins Tor beförderte und damit die Partie weiter in die richtige Richtung lenkte. Den Sack endgültig zu machte dann in der 50. Minute Langnaus bester Torschütze mit Schweizer Lizenz, Dario Rohrbach. Die Genfer nahmen bereits fünf Minuten vor Schluss den Torhüter raus. Gefährlich wurden sie damit jedoch höchstenfalls dem Shutout von Luca Boltshauser, aber nicht mehr dem Langnauer Sieg. Auch Boltshauser ging im Kampf um den Shutout als Sieger hervor
Weiter geht es für die Emmentaler am Sonntagnachmittag in Lugano.
