3:2 gegen Ambri, 4:3 n.V. in Zug!
Was für ein Wochenende für die SCL Tigers
Starke Reaktion auf die Startpleite in Rapperswil und dabei eine tolle Moral gezeigt. Fünf Punkte für die SCL Tigers nach dem 3:2 Sieg gegen Ambri vom Freitag und dem 4:3 Sieg nach Verlängerung nach einem 0:3 – Rückstand (!!!) in Zug.
Vor 50 Jahren begann die Saison noch etwas später. Und doch ist es richtig, die 50. Jährung der Eröffnung der ilfishalle (heute emmental versicherung Arena) gleich beim ersten Spiel zu feiern. Die Fans der SCL Tigers haben solche Daten im Griff und haben eine tolle Choreo gemacht. Bild: Susanne Bärtschi.
Zugegeben: Ich hatte ein schlechtes Gefühl nach der 1:5 – Pleite in Rapperswil. Einerseits weil es nach einem akzeptablen Stardrittel eine schlechte Leistung war und andererseits weil mit Juuso Riikola ein weiterer Schlüsselspieler verletzt ausfiel. Es fehlen ja bereits André Pettersson und Flavio Schmutz in der Offensive und Claude Curdin Paschoud in der Defensive. Bei einem eher schmalen Kader wie demjenigen der Emmentaler ist dies bereits eine beträchtliche Hypothek.
Doch davon merkt man bei den SCL Tigers derzeit nicht viel. Sowohl gegen Ambri und noch viel mehr gegen den EV Zug beweisen die Langnauer Moral. In der Partie mit den Leventinern müssen sie nach einer 2:0 – Führung den Ausgleich hinnehmen, entscheiden das Spiel aber trotzdem in der regulären Spielzeit für sich. In Zug handelt sich Thierry Paterlinis Truppe im Mitteldrittel einen 0:3 – Rückstand ein, welchen Harri Pesonen eine halbe Minute vor Ende des Abschnitts mit seinem Treffer noch ein wenig korrigiert.
In Schlussdrittel schenken die Tiger dem EVZ, der zuvor in dieser Saison in dieser Hinsicht noch makellos war, zwei Powerplaytreffer ein und gleichen das Spiel aus. Und fast hätten die Langnauer die Partie noch in der regulären Spielzeit entschieden. Phil Baltisberger verfehlte indes das gegnerische Tor im Fallen nur knapp. Etwas Geduld brauchte es dann in der Verlängerung, welche die Tiger vollständig in Überzahl bestreiten durften, nachdem sich Tomas Tatar gleich beim ersten Anspiel eine grosse Strafe eingehandelt hatte (völlig zurecht übrigens). Erst 15 Sekunden vor Ablauf der Überzeit gelang Harri Pesonen mit seinem zweiten Treffer des Abends die Siegsicherung. Es war zudem der dritte Überzahltreffer der Langnauer an diesem Abend. Und es war der erste Sieg nach 18 Niederlagen in Zug.
Ich weiss wirklich nicht, was im Startspiel los war. Aber es repräsentiert ganz offensichtlich in keiner Weise die Konkurrenzfähigkeit der Langnauer. Und es zeigt einmal mehr, über welch ausgezeichneten Coaching-Staff die Langnauer verfügen. Bereits letzte Saison durften wir uns darüber freuen, wie hervorragend die Mannschaft jeweils eingestellt war. Das scheint auch in dieser Spielzeit wieder zu funktionieren. Ausnahmen wird es hin wieder mal geben. Dies ist bei jeder Mannschaft normal. Bei den SCL Tigers hat es diesmal mit einer Ausnahme begonnen. Mit den Leistungen an diesem Wochenende sind die Tiger jedenfalls vollständig rehabilitiert. Wir freuen uns auf das Spiel vom Dienstag gegen den Meister ZSC Lions.
So, wie dem EV Zug könnten die Tiger auch den Löwen aus Zürich die erste Saisonniederlage zufügen.
