Zug und Biel wollen mit neuen Coaches besser werden:

Und in Langnau bleibt man einfach gut!

Cristian Dubé übernimmt in Biel, und in Zug ersetzt der Kanadier Benoît Groulx den Langnauer Michael Liniger. Damit will man im Seeland und in der Innerschweiz das Steuer noch herumreissen. Bereits am kommenden Samstag müssen die Tiger in Zug ran.

Blog • • von Bruno Wüthrich

Ein Bild aus dem erfolgreichen, mit 3:1 gewonnenen Spiel vom 5. Dezember 2025 gegen den EV Zug. Bild: Susanne Bärtschi

 

Ist «besser» nicht besser als gut? Nein, das muss nicht sein. Zuletzt waren sowohl der EHC Biel wie auch der EV Zug deutlich weniger gut als die Langnauer. Sie müssen deshalb erheblich besser werden, um so gut zu sein, wie es die SCL Tigers derzeit sind. Zudem entwickeln sich ja auch die Tiger ständig weiter.

Was hat Sportchef Pascal Müller für ein Händchen gehabt, als er ab der Saison 2022/23 den jetzigen Coaching-Staff verpflichtet hat. Das Trainer-Team mit Headcoach Thierry Paterlini, den beiden Assistenten Steve Hirschi und Jukka Varmanen sowie Goaliecoach William Rahm führt die Mannschaft erfolgreich und entwickelt sie ständig weiter. Wer nach Langnau wechselt oder aus dem eigenen Nachwuchs in die 1. Mannschaft integriert wird, hat die Gewissheit, dass er hier echt gefördert wird. Allerdings muss Leistung erbringen, wer hier weiterkommen will. Schliesslich ist eine Organisation wie die SCL Tigers nicht nur der Förderung von Spielern verpflichtet, sondern auch den Zuschauenden und den Sponsoren. Es ist allerdings sehr beeindruckend, wie es die Emmentaler hinkriegen, mit beschränkten Mitteln allen Ansprüchen gerecht zu werden. Erneut sind sie auf bestem Wege, zumindest das Play In zu erreichen. Möglicherweise schliessen sie die Qualifikation sogar auf einem Rang ab, welcher ihnen zwei Chancen offeriert, die Playoffs zu erreichen. Aktuell stehen sie auf Rang 8, welcher ihnen dies ermöglichen würde, könnte man diesen bis zum Ende der Quali halten.

Der EV Zug liegt aktuell auf Rang 9, lediglich einen Punkt hinter den Tigern. Der EHC Biel liegt mit acht Punkten Rückstand auf Rang 11. Beide Mannschaften haben neue Coaches verpflichtet und hoffen nun auf einen sofortigen positiven Effekt. Häufig stellt sich ein solcher auch kurzfristig ein, was möglicherweise die Langnauer am kommenden Samstag in Zug direkt zu spüren bekommen könnten. Über den EHC Biel muss man sich an der Ilfis allerdings vorerst keine Gedanken zu machen. Die SCL Tigers treten erst nach der Olympiapause zum vierten Spiel gegen im Seeland an.

Aktuell gibt es mit Lausanne, Rapperswil und Bern drei Teams, gegen welche die Langnauer den Weg zum Sieg noch nicht gefunden haben. Zug und Biel gehören nicht dazu. Und wer die Auftritte der Tiger in dieser Saison gesehen hat, weiss, dass die Mannschaft fast in jeden Spiel eine reelle Siegchance hat und jeweils hervorragend auf den Gegner eingestellt ist. Der Tiger wird mit breiter Brust getragen, die Körpersprache stimmt. Man ist nicht mehr der Underdog, sondern ein Gegner, der für jede andere Mannschaft schwierig zu spielen und mittlerweile in der Lage ist, über den Kampf mit spielerischen Mitteln Spiele zu entscheiden.

Möglich also, dass die SCL Tigers am kommenden Samstag «Opfer» eines Trainerwechsels werden. Andererseits würde es nicht überraschen, wenn Thierry Paterlini seine Mannschaft zum vierten Sieg in dieser Saison gegen den EV Zug führen würde. Wer in Lugano derart überzeugend auftritt, kann den EVZ auch mit neuem Coach schlagen.

Doch selbst wenn dies nicht geschieht, muss man sich in Langnau keine Sorgen machen. Niederlagen gehören zu m Geschäft. Auch bei einer gefestigten Mannschaft wie die SCL Tigers. Denn weil sie so gefestigt ist, werden sie die nötigen Punkte einspielen, mit oder ohne Sieg in Zug.

In Langnau hält man aus guten Gründen am Coaching-Staff fest. Ersetzt werden Trainer derzeit nur anderswo. Zug und Biel müssen besser werden, wollen sie so gut sein, wie Langnau. Im Emmental bleibt man vorzugsweise einfach gut, damit die gesetzten Ziele erreicht werden können.